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Ruth Bader Ginsburg, Richterin am obersten Gericht der USA, spricht während einer Veranstaltung an der University of California.

Donald Trumps Gegnerin aus Krankenhaus entlassen

Kollektives Aufatmen bei US-Liberalen: Ruth Bader Ginsburg geht es besser

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US-Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die 86-jährige Gegnerin von Donald Trump scheint auf dem Weg der Besserung.

Update, 25.11.2019, 7:55 Uhr: US-Verfassungsichterin Ruth Bader Ginsburg ist am Sonntagnachmittags aus dem Krankenhaus entlassen worden. „Sie ist zuhause und ihr geht es gut“, sagte ihre Sprecherin Kathleen Arberg gegenüber mehreren US-Medien.

Ginsburg war am Freitag mit Fieber und Schüttelfrost in ein Krankenhaus in Baltimore eingeliefert worden. Dort wurden der 86-jährige Richterin umgehend Flüssigkeiten und Antibiotika verabreicht. Das bestätigte Sprecherin Arberg gegenüber der „New York Times“.

Erstmeldung

Washington - Die US-Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg ist mit Fieber und Schüttelfrost ins Krankenhaus eingeliefert worden. Wie der Oberste Gerichtshof der USA am Samstag mitteilte, wurde die 86-Jährige nach einer Untersuchung in Washington ins Johns Hopkins Hospital in Baltimore eingeliefert. 

Dort wurde sie demnach intravenös mit Antibiotika und Flüssigkeit versorgt. Im Laufe des Samstags seien die Symptome abgeklungen, möglicherweise könne sie das Krankenhaus schon am Sonntag wieder verlassen. Ginsburg war in den vergangenen zwei Jahrzehnten wiederholt wegen unterschiedlicher Krebsleiden behandelt worden. 

Trump-Gegnerin Ginsburg im Krankenhaus: Wichtige Position im Supreme Court

Zuletzt musste sie sich im August wegen eines Tumors an der Bauchspeicheldrüse einer Strahlentherapie unterziehen. Ginsburg gehört dem linksliberalen Flügel am Obersten Gericht an, der seit Beginn der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump in die Minderheit geraten ist. 

Donald Trump nominierte zwei erzkonservative Richter für den Supreme Court. Im neunköpfigen Richterkollegium ist das konservative Lager damit inzwischen mit fünf Mitgliedern vertreten. Die Richter am Supreme Court werden auf Lebenszeit ernannt. Sie haben bei gesellschaftlich stark umstrittenen Fragen wie der Abtreibung, dem Waffenbesitz, der Todesstrafe oder den Rechten von Homosexuellen oft das letzte Wort. 

Trump-Gegner bangen um Gesundheit von Ginsburg

Trump-Gegner bangen um die Gesundheit Ginsburgs, da ihr Ausscheiden aus dem Supreme Court dem Präsidenten die Möglichkeit eröffnen würde, die Vormacht der Konservativen an dem Gericht noch weiter auszubauen. Ginsburg gehört dem Obersten Gericht seit 1993 an. Sie war damals die zweite Frau, die ein Richteramt am Supreme Court der USA übernahm. 

Die Gleichstellung von Frauen gehört zu den Schwerpunkten ihrer langen Laufbahn. In linksliberalen Kreisen genießt "RBG" - wie sie genannt wird - Kultstatus. Ein Dokumentarfilm aus dem vergangenen Jahr über ihre Laufbahn - "RBG - Ein Leben für die Gerechtigkeit" - war für einen Oscar nominiert. Zudem kam 2018 ein Spielfilm über Ginsburg heraus. In "Die Berufung - Ihr Kampf für Gerechtigkeit" wird Ginsburg von Felicity Jones dargestellt.

Von Rebecca Röhrich/AFP

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