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Donald Trump, amtierender Präsident der USA, lauscht während einer Zeremonie zur traditionellen Verleihung der "Freiheitsmedaille" durch den Präsidenten an den ehemaligen Fußballtrainer Holtz im Oval Office des Weißen Hauses.
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Vor Gericht erfolglos, bei seinen Anhängern weiter hoch im Kurs: Donald Trump

US-Präsident

Nach US-Wahl: Donald Trump sammelt riesige Summe an Spenden – womöglich für Kandidatur 2024

  • Matthis Pechtold
    vonMatthis Pechtold
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Vor Gericht ist Donald Trump weiter erfolglos. Parteifreunde wenden sich ab. Dafür sammelt das Team des Präsdienten weiter fleißig Spenden - seit der Wahl mehr als je zuvor.

  • Anhänger spenden Donald Trump und seinem Team Millionen US-Dollar. Seit der US-Wahl 2020 steigt die Summe noch mal rasant.
  • Die irreführenden Angriffe des scheidenden Präsidenten auf das Ergebnis der US-Wahl waren bis jetzt erfolglos – das Geld könnte Donald Trump stattdessen nach seiner Amtszeit helfen.
  • Alle News zu Donald Trump im Überblick auf der Themenseite.

Washington, D.C. - Die US-Wahl 2020 hat Donald Trump klar verloren – bei seiner treuen Anhängerschaft strahlt der Stern des scheidenden US-Präsidenten scheinbar so hell wie eh und je. Während Trump mit haltlosen Vorwürfen gegen den Verlauf der Wahl am 3. November weiter über die Grenzen der USA hinaus irritiert und jetzt auch Parteifreunde und ehemals loyale Medien wie Fox News gegen sich aufbringt, kann er weiter auf die Unterstützung seiner Fans bauen.

Twittert Donald Trump über eigentlich tote Wähler und manipulierte Wahlmaschinen, ist der Widerhall in sozialen Netzwerken groß. Wenn Trumps Anwälte Rudy Giuliani und Jenna Ellis wegen angeblichen Wahlbetrugs in einzelne Bundesstaaten klagen, reichen sie zur Beweisführung reihenweise eidesstattliche Erklärungen ein. Und wenn der Milliardär Trump im aussichtslosen Ringen um eine Annullierung des Siegs von Joe Biden um weitere Spenden bittet, fließt jede Menge Geld.

Donald Trump sammelt Rekord-Spendensumme nach US-Wahl 2020

207,5 Millionen US-Dollar, also rund 171 Millionen Euro Spenden haben Trumps Wahlkampfteam und assoziierte Organisationen seit der US-Wahl 2020 eingesammelt, wie diese laut dpa in der Nacht auf Freitag bekannt gaben. Profitiert haben davon unter anderem politische Organisationen wie „Trump Victory“ und „Save America“. Letztere wurde erst Mitte November gegründet und soll Donald Trump nach Ende seiner Amtszeit und dem damit einhergehenden Verlust von Regierungspersonal bei seinen weiteren politischen Vorhaben unterstützen.

In zahlreichen E-Mails rief Trumps Kampagnenteam nach der Wahl zu Spenden für einen „Election Defense Fund“ (dt. „Wahl-Verteidigungs-Fond“) auf. Wie die Washington Post berichtet, gehen drei Viertel des Geldes direkt an „Save America“, der Rest an die Republikanische Partei. Der im November erzielte Betrag sei auffällig hoch: Die bisherige Rekord-Summe, eingesammelt im September, belief sich auf rund 81 Millionen US-Dollar. Gegenüber der „Washington Post“ sagte ein Experte einer Nicht-Regierungsorganisation (NGO), Donald Trump täusche seine Anhänger mit nebulösen Spendenaufrufen: „Der durchschnittliche Spender, der auf Trumps Spendenaufruf reagiert, um ‚den Betrug zu stoppen‘, erkennt wahrscheinlich nicht, dass sein Geld eigentlich Trumps Schulden tilgt oder seine politische Organisation [„Save America“, Anm. d. A.] finanziert.“

Spenden für Donald Trump: Erste Gelder für Kandidatur 2024?

Dass die vehement vorgetragene Klagen von Donald Trump über Verlauf und Ergebnis der US-Wahl 2020 und seine juristischen Feldzüge in einzelnen Bundesstaaten kaum erfolgsversprechend sind, ist einzelnen Großspender allerdings schon klar geworden: In Texas klagt ein Unternehmer gegen „True the Vote“. Er hatte der NGO 2,5 Millionen US-Dollar für Klagen gegen das Wahlergebnis gespendet – von denen bis jetzt keine einzige vor Gericht gelandet ist. „True the Vote“ verteidigt sich mit der Aussage, man verfolge auch langfristige Ziele, für die sein Geld noch gebraucht werde.

In vier Jahren, nach der ersten Amtszeit von Joe Biden, wird in den USA wieder gewählt. Es wird bereits spekuliert, dass Trump erneut antreten wird. Dass er mit seinen anhaltenden Anschuldigungen gegen Bidens rechtmäßigen Wahlsieg noch Erfolg haben könnte, gilt als extrem unwahrscheinlich. Das Wahlpersonen-Gremium tritt planmäßig am 14. Dezember zusammen, um mit 306 zu 232 Stimmen gemäß der Wahlergebnisse in den einzelnen Bundesstaaten Joe Biden zum 46. Präsidenten zu wählen. (Matthis Pechtold)

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