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Kellyanne Conway, Trumps Wahlkampfchefin und enge Beraterin

Künftige US-Regierung

Trump-Beraterin spricht über Shitstorm gegen Romney

Wer wird der neue US-Außenminister unter Präsident Donald Trump? Mitt Romney galt bislang aus aussichtsreicher Anwärter. Doch der Widerstand gegen den einstigen Trump-Kritiker ist groß.

Die Benennung des künftigen US-Außenministers sorgt für Streit im Lager des designierten Präsidenten Donald Trump. Führende Unterstützer rieten Trump am Donnerstag öffentlich von der Nominierung des Republikaners Mitt Romney ab, der ihn im Wahlkampf wiederholt scharf kritisiert hatte. Romney galt bislang als aussichtsreicher Anwärterauf den Posten.

Die Personalie Romney habe eine "Sintflut " an Kommentaren in den sozialen Medien und in ihren persönlichen Nachrichten ausgelöst, schrieb Trumps Wahlkampfchefin und enge Beraterin Kellyanne Conway auf Twitter. "Einige Trump-Loyalisten warnen vor Romney als Außenminister."

"20 Leute, die besser passen"

Zu den Kritikern zählte der frühere Parlamentschef Newt Gingrich, der Trump im Wahlkampf schon früh unterstützt hatte. "Mir fallen 20 Leute ein, die besser zu Trumps Vision von Außenpolitik passen würden", sagte Gingrich im Sender Fox News mit Blick auf Romney. Er hege Zweifel, ob Romney wirklich die "entschlossene Amerika-zuerst-Politik" vertreten könne, mit der Trump im Wahlkampf geworben hatte.
Der frühere Gouverneur Mike Huckabee, ein Vertreter der Parteirechten, sagte dem Sender, er sei "immer noch sehr unglücklich damit, dass Mitt im Wahlkampf alles versucht hat, um Donald Trump scheitern zu lassen".

Romney, der Präsidentschaftskandidat des Jahres 2012, hatte im Wahlkampf die innerparteiliche Opposition gegen Trump organisiert und diesen als "Blender" und "Betrüger" bezeichnet. Romney steht für das republikanische Parteiestablishment, gegen das viele Trump-Anhänger Vorbehalte haben.

Als weiterer Anwärter auf den Posten des Außenministers gilt der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani, ein enger Gefolgsmann Trumps. Giuliani machte nach Informationen der "New York Times" intern seinen Anspruch auf den Posten deutlich und habe signalisiert, dass er für ein anderes Amt nicht zur Verfügung stehe. Gegen Giuliani sprechen möglicherweise seine Geschäftsaktivitäten im Ausland, die Interessenkonflikte bewirken könnten. (afp)

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