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Trotz der Wirtschaftskrise in seinem Land soll Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un den Kauf mehrerer SUVs geplant haben.
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Trotz der Wirtschaftskrise in seinem Land soll Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un den Kauf mehrerer SUVs geplant haben. (Symbolfoto)

Vorliebe für Luxus-Autos

Trotz Wirtschaftskrise in Nordkroea: Kim Jong-un will Luxus-SUVs

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
    schließen

Für seine Vorliebe für Luxus-Fahrzeuge ist Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un schon länger bekannt. Im Jahr 2021 könnte seine Flotte nun teuren Zuwachs bekommen haben.

Pjöngjang - Trotz Coronakrise und schwacher Wirtschaftslage in Nordkorea plante die Landesführung um den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-Un offenbar den Kauf mehrerer teurer SUVs im Wert von über einer Million US-Dollar. Das legt ein Bericht der Vereinten Nationen nahe. Informationen zufolge, die einer UN-Expertengruppe vorliegen, habe seine Staatsführung versucht, mehrere luxuriös ausgestattete Fahrzeuge der Marke Lexus aus der ostchinesischen Stadt Nanjing zu beschaffen.

Ob die Bestellung der Lexus SUVs tatsächlich in Nordkorea ankam, lässt sich Berichten des Nachrichtenportals NK News zufolge nicht abschließend feststellen. Aus einem weiteren UN-Bericht, der der Redaktion des auf Nordkorea spezialisierten Portals vorliegt, gehe aber hervor, dass eine Sendung von SUVs aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Ende September 2020 in der chinesischen Stadt Ningbo angekommen sei.

Illegale Fahrzeugexporte nach Nordkorea: Toyota und Lexus negieren Handelsbeziehung

Die Informationen basieren auf Berichten, die ein nicht näher benannter UN-Mitgliedsstaat den Verinten Nationen zugänglich gemacht hat, heißt es in dem Artikel von NK News. Dieser habe im Zuge dessen auch preisgegeben, dass chinesische Vertreter einer Entwicklungsbank sowie eines koreanischen Handelsunternehmens einen Kauf vermittelt haben sollen. Außerdem soll eine chinesische Firma in den Handel verwickelt gewesen sein. Laut UN-Angaben habe man hier vergeblich versucht, an nähere Informationen zu kommen.

Der Hersteller der Fahrzeuge der Marke Lexus ist der japanische Konzern Toyota, der über die Unternehmenskommunikation mitteilen lässt, dass die Einhaltung von Handelsabkommen sehr ernst genommen würden: „Toyota und Lexus verkaufen keine Fahrzeuge nach Nordkorea. Weder im Handel noch in der Produktion gibt es Pläne, den nordkoreanischen Markt zu erschließen.“ Aufgrund des Atomwaffenprogramms des Landes haben die Vereinten Nationen 2006 ein Exportverbot für Luxusgüter nach Nordkorea ausgesprochen.

Kim Jong-Uns Vorliebe für schicke Autos: Nordkorea plante Fahrzeugkauf für über eine Million Dollar

Nach den Informationen des Nachrichtenportals sei es dennoch durchaus möglich, dass erneut verbotene Luxusgüter Nordkorea erreicht hätten. Bereits 2019 berichtete etwa der US-amerikanische Nachrichtensender CNN über den Import mehrerer Limousinen des Fabrikats Mercedes-Maybach. 2020 könnten es zehn oder mehr Fahrzeuge gewesen sein, die den Weg nach Nordkorea zurückgelegt haben - jedes im Wert von rund 100.000 US-Dollar.

Politikwissenschaftler Go Myong-hyun vom Asan Institute in Seoul sieht in dem Zeitpunkt der angeblichen Fahrzeugimporte ein wichtiges politisches Zeichen: „Nordkorea hatte im Sommer 2020 einen Importstopp ausgesprochen, der von Einigen als Fortsetzung der strengen Schutzmaßnahmen im Zuge der Coronapandemie des Regimes verstanden wurde“. Die politische Entscheidung könne jedoch auch andere Gründe haben, so Go: „Die Tatsache, dass der Import von Luxusgütern, auf die nur die Eliten Nordkoreas um die Familie von Kim Jong-un Zugriff haben, auch 2020 weitergegangen sein könnte, ist ein Indikator, dass das Importverbot weniger mit Gesundheitspolitik zusammenhing als mit der Kontrolle des dauerhaften Handelsdefizits.“ Aufgrund der Importverbote sowie massiver Dürreschäden hatte Kim Jong-un seine Landsleute bei einer Parteiveranstaltung im Juni auf eine erneute Hungersnot vorbereitet. (ska)

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