Trisomie-Tests

Kassen zahlen für Bluttests

Beschluss gilt bei Risikoschwangerschaft.

Nach jahrelangen Diskussionen gibt es jetzt Klarheit: Die Krankenkassen tragen künftig die Kosten für Trisomie-Tests bei Schwangeren. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kassen und Kliniken als oberstes Entscheidungsgremium am Donnerstag in Berlin beschlossen. Möglich sein soll die neue Kassenleistung aber „nur in begründeten Einzelfällen“ für Frauen mit Risikoschwangerschaften nach ärztlicher Beratung und verbunden mit verpflichtenden Informationen.

Durch die „sehr engen Voraussetzungen“ werde klar und eindeutig geregelt, dass der Bluttest auf das Down-Syndrom nicht als ethisch unvertretbares „Screening“ eingesetzt werde, sagte der Vorsitzende Josef Hecken. Die Bluttests sollen invasive Untersuchungen – Biopsie der Plazenta oder Fruchtwasseruntersuchung – und das damit verbundene Risiko einer Fehlgeburt vermeiden. 

Die Neuregelung wird vermutlich 2021 in Kraft treten – bis dahin müssen noch Informationen für die Versicherten formuliert werden. (dpa/kna)

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