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Bundestagswahl 2021

Ergebnis des TV-Triells: Blitzumfrage ermittelt deutlichen Sieger

  • VonSebastian Richter
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Beim zweiten TV-Triell zwischen Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Armin Laschet geht laut einer Umfrage der SPD-Kandidat als deutlicher Sieger hervor.

Berlin – Zur Bundestagswahl 2021* fand am Sonntagabend (12.09.2021) das zweite Triell zwischen Annalena Baerbock, Olaf Scholz und Armin Laschet* statt. SPD*-Kanzlerkandidat Olaf Scholz* ist beim zweite Triell zwischen Annalena Baerbock und Armin Laschet* laut einer Schnellumfrage des Instituts Infratest dimap als der am überzeugendsten aufgetretene Bewerber bewertet worden. 41 Prozent sahen hier nach der Sendung von ARD* und ZDF* Scholz vorn. Über CDU*-Kanzlerkandidat Armin Laschet* sagten dies 27 Prozent der Zuschauerinnen und Zuschauer, Grüne*-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock* folgte dicht darauf mit 25 Prozent.

Etwas geringer waren die Abstände bei den Befragten, die sich selbst als noch unentschieden einstuften. Hier führte Scholz mit 36 Prozent vor Laschet und Baerbock mit jeweils 25 Prozent. Von den Anhängerinnen und Anhängern der jeweiligen Parteien bewerteten jeweils mehr als 70 Prozent den eigenen Bewerber oder die Bewerberin als am überzeugendsten.

Die Kandidaten fürs Bundeskanzleramt: Olaf Scholz (SPD, l-r), Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen) und Armin Laschet (CDU) im Triell-Fernsehstudio.

Umfrage nach Triell: Annalena Baerbock mit sympathischsten Auftritt

Baerbock lag bei der Frage nach dem sympathischsten Auftritt mit 39 Prozent vor Scholz mit 34 Prozent und Laschet mit 18 Prozent. Auch bei der Frage nach der Tatkraft lag die Grünen-Bewerberin mit 41 Prozent auf Platz eins vor Scholz (28 Prozent) und Laschet (25 Prozent).

Bei der Frage nach dem Eindruck von Kompetenz dominierte Scholz klar mit 49 Prozent vor Laschet mit 26 und Baerbock mit 18 Prozent. Auch bei der Frage nach der Glaubwürdigkeit lag Scholz mit 39 Prozent vorn. Hier folgten Baerbock und Laschet gleichauf mit jeweils 26 Prozent.

Auf die Frage, wer von den dreien direkt zum Kanzler gewählt würde, sprachen sich nach dem Triell 43 Prozent für Scholz aus. Es folgte Laschet mit 24 Prozent vor Baerbock mit 19 Prozent. Vor der Sendung hatten sich von denselben Befragten ebenfalls 43 Prozent für Scholz ausgesprochen. Für Laschet hatten sich hier allerdings nur 19 Prozent entschieden und für Baerbock nur 13 Prozent. Beide konnten sich also verbessern.

Triell vor der Bundestagswahl: SPD, Grüne und Union sehen ihre Kandidat:innen vorne

Aus Sicht von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil überzeugte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz beim zweiten großen TV-Triell vor der Bundestagswahl voll. „Er hat gezeigt, dass er Kanzlerformat hat. Er hat gezeigt, dass er Ideen hat, wie wir das Land jetzt in schwierigen Zeiten voranbringen können“, sagte Klingbeil dem ZDF unmittelbar im Anschluss an die Sendung. Bei den Fragen zu Klima, Gesundheitspolitik und Zusammenhalt im Land habe Scholz „klare und souveräne“ Antworten geliefert.

CSU-Chef Markus Söder rechnet nach dem TV-Triell im Wahlkampffinale fest mit einem Stimmungswechsel zugunsten der Union. „Das war ein überzeugender Auftritt und klarer Punktsieg für Armin Laschet. Das ist eine Trendwende und gibt Rückenwind für den Schlussspurt“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntagabend unmittelbar nach dem Ende der Sendung der Deutschen Presse-Agentur in München. Söder hatte auch schon nach dem ersten TV-Triell Laschet als klaren Sieger gesehen.

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat aus Sicht von Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner beim zweiten TV-Triell vor der Bundestagswahl voll überzeugt. „Annalena Baerbock hat so richtig gezeigt, dass sie für einen Aufbruch, für Erneuerung steht, die beiden anderen Herren für ein ‚Weiter so‘“, sagte Kellner der Deutschen Presse-Agentur. Während Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sich gegenseitig attackiert hätten, habe Baerbock konkrete Lösungen für Probleme in Deutschland aufgezeigt.

Kanzler-Triell zur Bundestagswahl: Für FDP und Linke eine Enttäuschung

Die FDP und Linken bewerten die Fernsehdebatte der Kanzlerkandidaten als enttäuschend. „Beim Triell ging es um viel Geld, das verteilt werden soll. Unser Vorschlag kam nicht zur Sprache: Bildung“, schrieb FDP-Chef Christian Lindner nach dem TV-Triell auf Twitter. „Aber vor allem fehlten Ideen, wie wir unsere Wirtschaft nach der Krise stärken, um überhaupt die Mittel für Soziales und Ökologisches zu gewinnen.“

Linken-Spitzenkandidat Dietmar Bartsch schrieb dort: „Triell war insgesamt enttäuschend. Gute Arbeit, Kinderarmut, Inflationsentwicklung, gleiche Lebensverhältnisse in Ost-West spielten keine Rolle.“ Gleichzeitig sei die Frage einer Koalition mit den Linken zu Recht ein zentrales Thema gewesen. (spr/dpa/afp) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa

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