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Die drei Kanzlerkandidaten vor Beginn des Triells im Studio mit den Moderatorinnen
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Die drei Kanzlerkandidaten vor Beginn des Triells im Studio mit den Moderatorinnen

Drittes TV-Triell im Ticker

Laschets Klima-Idee macht Baerbock wütend: „Ich frage mich, was mit Ihnen eigentlich los ist“

  • Felix Durach
    VonFelix Durach
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Im dritten TV-Triell zwischen Laschet, Scholz und Baerbock kam es zum letzten verbalen Schlagabtausch zwischen den Kanzlerkandidaten der großen Parteien.

Update 21.45 Uhr: Und mit der Frage nach den möglichen Koalitionen findet auch das dritte TV-Triell ein Ende. In den abschließenden Statements lässt sich vor allem herausheben, dass Baerbock und Scholz sich klar für eine Union in der Opposition ausgesprochen haben. Auch wenn Scholz eine Weiterführung der GroKo nicht kategorisch abgelehnt hat, waren die Statements überraschend klar.

TV-Triell vor der Bundestagswahl: Baerbock und Scholz einig – Union soll in die Opposition

Update 21.40 Uhr: Zum Schluss lenken die Moderatorinnen das Thema auf mögliche Koalitionen und wollen von den drei Kandidaten klare Bekenntnisse zu möglichen Bündnissen haben. Baerbock will pauschal keine „demokratische“ Koalition ausschließen. Die Union sehe sie aber in der Opposition. „Die Union steht für eine Politik von gestern.“ Es sei deswegen an der „Zeit, dass die Union in die Opposition geht.“

Laschet will nicht mit der extremen Linken koalieren und nicht mit der extremen Rechten koalieren und sprechen. Scholz äußert sich überraschend klar: „Ich will keinen Hehl daraus machen, dass ich am liebsten eine Regierung mit den Grünen bilden möchte. Ich glaube, dass die meisten Wählerinnen und Wählern sich wünschen, dass die Union in der Opposition ist“, erklärt Scholz. Ein klares Dementi gibt es vom Finanzminister aber nur zur einer Koalition mit der AfD.

Update 21.34 Uhr: Nun geht es um Digitalisierung. „Es wird in diesem Jahrzehnt geschehen“, antwortet Scholz auf die Frage, wann es in Deutschland ausreichendes Internet gibt. Der Finanzminister will eine vollständige Netzabdeckung gewährleisten. Baerbock nennt erneut einen Abbau der Bürokratie als wichtige Waffe im Kampf um ein digitales Deutschland. „Im Vergleich zu anderen OECD-Staaten stehen wir ja katastrophal da. Mein konkrete Vorschlag ist: die Netzbetreiber, die in Städten ausbauen, müssen auch im ländlichen Bereich ausbauen“, forder die Grünen-Politikerin.

„Tempo machen. Mobilfunknetz als erstes“, heißt Laschets Strategie für die Digitalisierung. Ein genaues Datum, bis wann der Netzausbau umgesetz werden kann, kann Laschet jedoch nicht nennen.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (v.l.n.r.), Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet beim Triell

TV-Triell vor der Bundestagswahl: Scholz kommt bei Themenblock innere Sicherheit gar nicht zu Wort

Update 21.27 Uhr: Themenwechsel innere Sicherheit. „Es gibt mehrere Bedrohungen. Die terroristische ist die größte, weil sie Menschen tötet“, erklärt Laschet. Als Bundeskanzler wolle er die innere und äußere Sicherheit zum Schwerpunktthema machen. Auch in Bezug auf Clan-Kriminalität und islamistische Gefährder spricht sich Laschet für konsequente Abschiebungen ab.

„Wir sind hier in einem Rechtsstaat, da muss man sich klar an rechtsstaatliche Regeln halten“, so Baerbock auf Laschets Statement. Die Grünen-Chefin will vor allem die Polizeibehörden und Justiz durch weitere Einstellungen entlasten. „Mit Blick auf Gefährder sage ich klar, die müssen überwacht werden“, fordert Baerbock darüber hinaus. Scholz kommt bei diesem Themeblock gar nicht erst zu Wort. Zervakis leitet zum nächsten Themengebiet über, ohne den SPD-Kanzlerkandidaten ins Boot zu holen.

TV-Triell zu Bundestagswaghl: Laschet will Pflege als Kanzler zum großen Thema machen

Update 21.20 Uhr: Stichwort Pflege. „Wir müssen bei der Pflege mehrere Dinge tun. Zunächst müssen wir dafür sorgen, dass ordentlich gezahlt wird“, fordert Scholz. Der Finanzminister spricht sich auch für einen Bemessungsrahmen aus, um sicherzustellen, dass es genügend Pfleger pro Einrichtung gibt. „Wir brauchen auch mehr Solidarität im System, damit wir eine gute Pflege haben und diese tollen Männer und Frauen mehr Perspektive haben.“

„Indem Politik nicht nur in einer Pandemie klatscht, sondern auch die Rahmenbedingungen ändert“, erklärt Baerbock ihren Ansatz zur Verbesserung der Situation. Auch die Grünen-Chefin spricht sich für bessere Bezahlung für Pflegekräfte aus. „Um mehr Personal zu bekommen, brauchen wir einen Fachkräftezuwachs“, so Baerbock weiter. Auch für eine 35-Stunden-Woche für Pfleger will sich die Grünen-Chefin einsetzen.

Zum Schluss kommt auch Laschet zu Wort. „Der Beruf muss attraktiver werden. Ich will als Bundeskanzler dieses Thema zum großen gesellschaftspolitischen Thema der nächsten Jahre machen“, verspricht der CDU-Chef.

TV-Triell vor der Bundestagswahl: Laschet fordert Präsenzunterricht - Baerbock für Testpflicht in Betrieben

Update 21.10 Uhr: Als Nächstes steht das Themengebiet Corona auf dem Plan. „Eins ist ganz klar. Wer von den Erwachsenen ungeimpft ist, läuft ein ganz hohes Risiko infiziert zu werden“, stellt Scholz fest und wirbt weiter für eine Impfung in der Gesellschaft. „Ich war jemand, der immer sehr früh gesagt hat: Wir wollen Präsenzunterricht“, erklärt Laschet auf eine Frage nach einer möglichen Rückkehr zum Home-Schooling. „Präsenzunterricht ermöglicht es, die Armutsschere zusammenzuhalten.“ „Wir müssen parteiübergreifend dafür werben, sich impfen zu lassen“, fordert Laschet und stimmt Scholz somit zu.

„Eine Impfpflicht ist in Deutschland nicht möglich“, stellt Baerbock fest und fordert höchste Priorität für Kitas und Schulen in der Pandemie. Die Grünen-Chefin nimmt dabei vor allem auch Erwachsene in die Pflicht und fordert eine verbindliche Testpflicht auch in Betrieben. Impfangebote müssten darüber hinaus unter anderem auch in Supermärkte erweitert werden.

TV-Triell vor der Bundestagswahl: Baerbock geht Laschet an – „Frag mich, was mit Ihnen los ist“

Update 21.04 Uhr: Scholz lenkt in der Klimadebatte erneut auf das Thema Stromversorgung und unterstreicht die Relevanz der Industrie in dem bevorstehenden Prozess. Der Finanzminister spricht sich vor allem für einen Ausbau bei der Windkraft aus und bezieht sich anschließend auch auf Laschet. „Ich finde den Verweis auf die Kernenergie falsch. Ich bin froh, dass die letzte rot-grüne Regierung so gehandelt hat.“

„Grünes Leben heißt Freiheit und Herr Scholz hat unterstrichen, ihm ist die Freiheit der Kinder nicht so wichtig“, proklamiert Baerbock. „Wenn Sie so weiter machen, bedeutet das, dass es jährlich Sturzfluten geben wird“, so die Grünen-Chefin mit Verweis auf die Hochwasser-Katastrophe im Sommer. „Wenn wir jetzt nichts tun, wird es in Zukunft unbezahlbar.“

Laschet spricht sich in Gegenrede zu Baerbock gegen Verbote aus, um den Klimawandel aufzuhalten. „EEG muss abgeschafft werden. Das war die größte Umverteilung, die wir in den letzten Jahren erlebt haben“, fordert Laschet über mehrere Einwände von Baerbock hinweg. „Ich frage mich, was mit ihnen eigentlich los ist, Herr Laschet. Das rutscht alles Jahrzehnte von der Welt weg, in der wir gerade leben“, reagiert die Grünen-Chefin scharf auf den CDU-Chef. Während sich Baerbock und Laschet erneut bearbeiten, übt sich Scholz in Geduld.

Update 20.55 Uhr: „Wir müssen unsere Industrie klimaneutral machen. Das ist die größte industrielle Modernisierung, die wir je vor uns hatten“, leitet Scholz sein erstes Statement zum Thema Klimaschutz ein. Dabei fordert der SPD-Kanzlerkandidat wie auch zuletzt eine schnelle Festlegung der Ausbauzahlen, um die Stromversorgung für die Bundesrepublik zu sichern. „Es ist ein sehr ernsthaftes Problem. Wenn wir das nicht machen, dann macht das keiner“, so der Finanzminister weiter. „Wenn wir in Deutschland mit unseren Möglichkeiten die Technologien entwickeln, die es möglich machen, klimaneutral zu wirtschaften“, könne man anderen Ländern Angebote machen, selbst klimaneutral zu wirtschaften.

Laschet spricht beim Thema Klimaschutz darüber, dass Deutschland zu schnell aus der Atomkraft ausgestiegen sei. Deswegen stehen man jetzt vor einer „Riesen-Herausforderungen“ in Deutschland. „Das erfordert einen ganz neuen europäischen Zusammenhalt und eine Zusammenarbeit bei Wind und Solarkraft“, fordert der CDU-Chef.

„Diese Bundestagswahl ist eine Richtungswahl“, erklärt Baerbock und geht kurz darauf Scholz und Laschet an. „Ihre Klimamaßnahmen reichen nicht. Herr Scholz, da muss man nicht berechnen wie viel Strom braucht man in 2045. Das weiß man“, wirft Baerbock dem SPD-Kanzlerkandidaten vor. Mit den „Herren der GroKo“ gäbe es nur ein „weiter so“. „Wollen sie das Pariser Klimaabkommen einhalten oder weiter 18 Jahre Kohle verstromen. Das passt hinten und vorne nicht zusammen“, lautet Baerbocks finaler Vorwurf an ihre Konkurrenten.

TV-Triell vor der Bundestagswahl: Laschet mit kuriosem Aussetzer – CDU-Chef sichtlich angespannt.

Update 20.45 Uhr: „Sie glauben, mit Steuererhöhungen nehmen Sie mehr ein, in der Zeit vor der Corona-Pandemie haben wir das Gegenteil gesehen“, kontert Laschet auf die Forderungen Baerbocks nach einer höheren Besteuerung für Besserverdienende. „Können Sie bitte mal bei den Fakten bleiben, das stimmt nicht, was Sie da sagen“, geht die Grünen-Chefin daraufhin Laschet an, der den Grünen vorwirft, mittelständische Betriebe stark zu belasten. Scholz hält sich erneut zunächst dezent zurück und quittiert Laschets Aussagen mit einem Lächeln.

Beim Thema Hartz IV und Bürgergeld erklärt der SPD-Kanzlerkandidat „Wir wollen auch, dass die Sätze großzügiger bemessen werden. Da müssen wir etwas verändern.“ Auch Baerbock äußert sich zum Thema Hartz IV. „Wir haben derzeit die Situation, dass die Jobcenter sich gar nicht darum kümmern können, dass Menschen wieder in Beschäftigungen kommen. Die sind damit beschäftigt, Sanktionen zu verteilen, wenn jemand zu wenig Bewerbungen geschrieben hat.“ Die Grünen-Chefin spricht sich darüber hinaus für einen Bürokratie-Abbau aus. Kurz darauf geht Baerbock Laschet an und erwischt den CDU-Chef auf dem falschen Fuß. „Ich habe jetzt nicht verstanden, worauf ich eingehen soll“, stammelt Laschet und wirkt dabei sichtlich angespannt. Zervakis spielt den Ball schnell weiter zu Scholz, der die Gemeinsamkeiten zwischen SPD und Grünen beim Thema Hartz IV unterstreicht.

TV-Triell vor der Bundestagswahl: Scholz attackiert Laschet – „Der Punkt, wo wir uns unterscheiden“

Update 20.35 Uhr: Stichwort Mindestlohn. Laschet verteidigt seine Position, diesen nicht auf 12 Euro zu erhöhen. „Das ist Aufgabe der Tarifparteien“, erklärt der CDU-Chef. „Ein pauschaler Mindestlohn im Parlament beschlossen vorbei an den Tarifparteien halte ich nicht für angemessen“, so Laschet. „Sie fallen ja zurück in die 90er-Jahre“, kontert Baerbock scharf und weist darauf hin, dass nach wie vor ein großer Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen bestehe.

Scholz hält sich zunächst zurück und wird dann um eine Position gebeten. „12 Euro pro Stunde brutto sind immer noch nicht viel Geld, aber was man damit hinkriegen kann ist, dass diejenigen, die ihn dann kriegen, etwas mehr verdienen.“ Vor allem im Osten gäbe es viele Profiteure dieser „notwendigen Reform“. Auf eine Nachfrage unterstreicht Scholz, dass der Mindestlohn eine Grundvoraussetzung seiner möglichen Koalition sei. „Dann bleibt nur noch rot-rot-grün, denn sonst hat er dafür keinen Partner“, wirft Laschet ein. „Ich mache das nicht, weil gerade Wahlkampf ist, sondern mir geht es um die Würde der Bürgerinnen und Bürger. Das ist vielleicht der Punkt, wo wir uns unterscheiden“, kontert Scholz spitz den CDU-Chef.

TV-Triell vor der Bundestagswahl: Soziale Gerechtigkeit – Baerbock will „Kinder aus der Armut holen“

Update 20.27 Uhr: Der erste Themenblock betrifft die soziale Gerechtigkeit. „Ich habe mich schon früh dafür eingesetzt, dass wir in Deutschland einen Mindestlohn bekommen. Jetzt will ich, dass der auf zwölf Euro angehoben wird, damit sich Arbeit mehr lohnt“, erklärt Scholz seine Position. Laschet gibt sich in seiner Antwort verständlich „Es ist eine wichtige Aufgabe der Politik insgesamt zu Wachstum und Arbeitsplätzen beizutragen“, erklärt der CDU-Chef und verweist dabei auf Angela Merkel, die die Arbeitslosenquote in ihrer Legislaturperiode gesenkt habe. Baerbock sieht in der sozialen Frage auch eine Frage der Gleichberechtigung. Neben einem Mindestlohn von zwölf Euro pro Stunde fordert, die Grünen-Chefin „Kinder aus der Armut zu holen.“ Deswegen spricht Baerbock sich für eine unbürokratiche Kindergrundsicherung aus.

Update 20.20 Uhr: „Ich möchte mich dafür einsetzten, dass in unserer Gesellschaft mehr Respekt herrscht“, antwortet Olaf Scholz auf die einleitende Frage, was er als Kanzler der Bevölkerung bieten könne. Armin Laschet spricht von der Bundestagswahl als Richtungsentscheidung. „Wie kommen wir wieder zu wirtschaftlichem Wachstum?“, fragt der CDU-Chef. Auch das Thema Sicherheit steht bei Laschet oben auf der Tagesordnung. Dafür werde er sich mit seiner Partei einsetzen. Zuletzt darf Baerbock einen Satz abgeben. „Jetzt muss Politik über sich hinauswachsen“, erklärt die Grünen-Chefin. Deutschland müsse endlich besser regiert werden.

TV-Triell vor der Bundestagswahl jetzt live - Letze Konfrontation der Kandidaten

Update 20.15 Uhr: Sonntagabend Primetime. Das dritte Triell vor der Bundestagswahl beginnt. Welcher Kandidat weiß heute zu überzeugen? Linda Zervakis und Claudia von Brauchitsch begrüßen die Zuschauer und leiten nach einer kurzen Vorstellungsrunde die Frage-Runde ein.

Update vom 19. September, 20.10 Uhr: In wenigen Minuten beginnt das dritte TV-Triell. Im Vorlauf der Sendung gab es verstärkt Kritik an Moderatorin Claudia von Brauchitsch. Der Grund dafür war der frühere Beruf der 47-Jährigen.

TV-Triell vor der Bundestagswahl: Wie angriffslustig agiert Laschet?

Update vom 19. September, 19.40 Uhr: Auch heute Abend wird es interessant zu sehen sein, ob Armin Laschet Olaf Scholz wieder wegen den Durchsuchungen des Finanzministeriums durch die Staatsanwaltschaft Osnabrück unter Druck setzen wird. Bereits im letzten Triell hatte Laschet unter Bezug auf die Razzia Vorwürfe gegen den Finanzminister erhoben und ihm „Schönrederei“ unterstellt. Scholz hingegen hatte sich darauf berufen, dass die Untersuchung der FIU galt und nicht dem Finanzministerium. Heute Abend könnte der CDU-Chef an dieser Stelle weiter nachhaken.

Update vom 19. September, 19.20 Uhr: Auch wenn sich beim TV-Triell erneut drei Kandidaten gegenüberstehen werden, ist der Kampf um das Kanzleramt längst zum Duell zwischen Laschet und Scholz mutiert. Für Annalena Baerbock geht es in der dritten Ausgabe deswegen wohl vor allem darum, auch abseits ihrer Person für Stimmen an die Grünen zu werben. Für die 40-Jährige könnte sich so jedoch auch die Möglichkeit bieten, gegen ihre zwei Konkurrenten hart vorzugehen.

TV-Triell vor der Bundestagswahl: Laschet auf Angriffskurs gegen Scholz?

Update vom 19. September, 18.45 Uhr: Eine Woche vor der Bundestagswahl 2021, scheinen die jüngsten Umfragen den Trend der letzten Wochen zu bestätigen. Die SPD liegt bei allen großen Meinungsforschungsinstituten in Front und hat gute Chancen mit Olaf Scholz den nächsten Bundeskanzler zu stellen. Auch deswegen könnte Armin Laschet das Triell als letzte Möglichkeit ansehen, um öffentlich gegen Olaf Scholz auszuteilen und die Union wieder an die Sozialdemokraten heranzubringen. Mit Samthandschuhen werden sich die Kandidaten jedoch ohnehin nicht anfassen.

Update vom 19. September, 18.31 Uhr: Moderiert wird das TV-Triell in seiner dritten Ausgabe von einem rein weiblichen Moderationsteam. Linda Zervakis und Claudia von Bruschitz haben am heutigen Abend die Aufgabe, die verbalen Auseinandersetzungen im richtigen Rahmen zu halten.

Update vom 19. September, 18.00 Uhr: Alle guten Dinge sind drei. Um 20.15 Uhr treffen Armin Laschet, Olaf Scholz und Annalena Baerbock in einem letzten TV-Triell aufeinander. Eine Woche vor der Bundestagswahl haben die Kanzlerkandidaten der großen Parteien somit eine letzte Chance bei den Wählern zu Punkten und Angriffe auf die Konkurrenz auszuüben.

Bundestagswahl 2021: Drittes TV-Triell für die Kandidaten - letzte Chance zum Austeilen

Originalmeldung vom 19. September:

Berlin - Drei Mal drei Kanzleramts-Anwärter im TV-Disput: Das letzte von insgesamt drei Triellen vor der Bundestagswahl* richten wieder Privatsender aus. Pro Sieben, Sat.1 und Kabel eins senden den Talk mit Olaf Scholz, Armin Laschet und Annalena Baerbock am 19. September jeweils ab 20.15 Uhr. Linda Zervakis und Claudia von Brauchitsch werden die Runde moderieren.

Relativ neu dabei: das Wort „Blitzumfrage“. Das zweite Triell bei ARD/ZDF hatte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz* laut einer Zuschauerbefragung von Infratest dimap für sich entschieden. 41 Prozent der Zuschauer fanden ihn demnach am überzeugendsten.

Hinter Scholz landete Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet* mit 27 Prozent, vor Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock* mit 25 Prozent. In einer (ebenso raschen) Forsa-Umfrage nach dem ersten Triell bei RTL/ntv hatten die Zuschauer ebenfalls Scholz als Sieger gesehen – dahinter allerdings Baerbock auf Platz zwei und Laschet als Dritten.

Vor Bundestagswahl-Triell: Laschet spricht von „Hybris der SPD“

Laschet (CDU) glaubt trotz schlechter Umfragewerte indes weiter an den Wahlsieg. „Ich bin davon überzeugt, dass wir als Erster durchs Ziel gehen“, sagte er der Welt am Sonntag laut Vorabmeldung. „Wir spüren, dass sich etwas bewegt.“

Den Sozialdemokraten, die in den Umfragen vorn liegen*, unterstellte er eine verfrühte Siegesgewissheit. „Die Hybris der SPD, diese Wahl sei schon gewonnen, zerschellt gerade an der Wirklichkeit.“ Laschet sagte der Zeitung weiter: „Ich will alles tun, damit Rot-Rot-Grün keine Mehrheit findet - darum geht es im Schlussspurt.“

Umfragen vor drittem TV-Triell: GroKo möglich, aber unpopulär

Bei aller Vorsicht gegenüber den Umfragewerten - ein Zweierbündnis ist derzeit unwahrscheinlich: Rechnerisch könnte unter Umständen zwar eine weitere GroKo möglich werden, das wollen aber beide Partner eigentlich nicht.

Rechnerisch möglich sind eine ganze Reihe von Koalitionen, etwa Rot-Grün-Rot, eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP sowie ein Bündnis von CDU/CSU, Grünen und FDP.

Drittes Triell mit Baerbock, Laschet und Scholz – weitere TV-Auftritte folgen

Neben TV-Auftritten gibt es im Wahlkampf fast täglich noch Marktplatz-Reden und Diskussionsrunden. Scholz ist laut dpa vor allem in Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen unterwegs. Laschet macht - Stand 17. September - etwas weniger Termine und ist in seiner Heimat Nordrhein-Westfalen, in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern zu sehen und zu hören.

Am Tag des dritten TV-Triells wollen Grüne und FDP mit Parteitagen in Berlin jeweils noch einmal für sich werben. RTL strahlt am Sonntagabend außerdem das Format „Am Tisch mit...“ aus, in dem Bürger diesmal Laschet Fragen stellen.

Zwei Tage vor Bundestagswahl: Klimastreik von „Fridays for Future“ in Berlin

Auch zwei Tage vor dem Wahlsonntag am 26. September stehen noch Veranstaltungen an: Die Union trifft sich zum Abschluss in München, neben Laschet sind auch CSU-Chef Markus Söder und Kanzlerin Angela Merkel dabei. Die SPD zelebriert das Wahlkampffinale in Köln, die Linke und die AfD in Berlin.

Baerbock und Grünen-Co-Parteichef Robert Habeck wollen es mit ihrer Partei in Düsseldorf begehen – ebenso wie die FDP, aber einen Tag später als alle anderen, nämlich erst am 25. September. Parallel plant die Organisation „Fridays for Future“ um Greta Thunberg am Freitag vor der Wahl große Klima-Kundgebungen in München und Berlin. (AFP/dpa/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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