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Nach Reisen auf Einladung von Tom Rohrböck distanziert sich die FDP von dem umstrittenen Rechtspopulisten.
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Nach Reisen auf Einladung von Tom Rohrböck distanziert sich die FDP von dem umstrittenen Rechtspopulisten.

Bundestagswahl 2021

Transparenz, Verhaltenskodex, Schulungen: Die FDP setzt ganz auf digitalen Wahlkampf

  • Thomas Kaspar
    VonThomas Kaspar
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Mit einem Verhaltenskodex und Schulungen für Wahlkämpfer geht die FDP mit Christian Lindner in den Wahlkampf. Digitale Werbung spielt dabei einen „erheblichen Anteil“.

Die Frankfurter Rundschau hat allen im Bundestag vertretenen Parteien die gleichen Fragen gestellt. Wir veröffentlichen die Antworten unverändert.

Welchen Budgetrahmen planen Sie für den digitalen Wahlkampf ein? Auf welcher digitalen Plattform veröffentlichen Sie Werbung?
Das Wahlkampfbudget der Bundespartei für die Bundestagswahl 2021 beträgt 6,5 Millionen Euro. Davon investieren wir einen erheblichen Anteil in digitale Formate. Dazu gehört auch, dass wir Werbung auf Facebook, Instagram und den Google-Plattformen veröffentlichen.
Welche Rolle spielt TikTok für Ihren Wahlkampf?
Die Freien Demokraten nutzen insbesondere Facebook, Instagram, Twitter und YouTube. Bei TikTok sind einige Köpfe der FDP vertreten, als Bundespartei nutzen wir die Plattform aktuell nicht.
Welche Agenturen beraten Sie im digitalen Wahlkampf? Beschäftigen Sie Spezialangenturen?
Die Freien Demokraten arbeiten seit 2015 mit der renommierten Kreativagentur „Heimat“ zusammen. In enger Zusammenarbeit mit „Heimat“ entwickeln wir die Kampagnen der Freien Demokraten und haben dabei das Ziel, politische Inhalte so zu kommunizieren, dass wir möglichst viele Menschen erreichen. Gemeinsam mit Heimat haben wir bereits mehrere erfolgreiche und teils preisgekrönte Wahlkampagnen entwickelt. Auch in diesem Bundestagswahljahr setzen wir unsere Zusammenarbeit mit „Heimat“ fort. Darüber hinaus arbeiten wir intensiv mit unserer Digitalagentur Universum zusammen, die uns bei der Entwicklung zahlreicher digitaler Tools unterstützt.
Setzen Sie Social Bots oder andere Tools zu automatisierten Postings in Sozialen Medien ein?
Den Einsatz von Social Bots, die menschliche Äußerungen vortäuschen, lehnen wir ab. Auch der Kauf von Fake-Fans, Fake-Likes und Fake-Kommentaren kommt für uns nicht in Frage. Unsere Positionen und Ziele sind öffentlich und für jedermann einsehbar.
In welchem Umfang setzen Sie Targeting im Wahlkampf ein? Wie setzen Sie Micro Targeting ein? Welche Kategorien wählen Sie auf welchen Plattformen?
Die Freien Demokraten nehmen Targeting nur auf der Basis aggregierter und anonymisierter Daten vor. Jeglichen Werbe- bzw. Wahlkampfmaßnahmen, die nicht von unserer Rechtsordnung gedeckt sind, erteilen wir eine Absage. Personenbezogenes Mikrotargeting verwenden wir daher nicht. Die sozialen Netzwerke, mit denen wir zusammenarbeiten, publizieren die bei ihnen veröffentlichten politischen Anzeigen inklusive Informationen zum Targeting. Darüber hinaus gewährleisten wir gegenüber der Öffentlichkeit ein größtmögliches Maß an Transparenz.
Welche Rolle spielt die Vermeidung von Hassrede in Ihrem Wahlkampf? Wie vermeiden Sie Hate Speech Ihrer Wahlkämpfer?
Bei der Bekämpfung von Hassrede und Falschbehauptungen lassen wir uns von unserem eigenen Code of Conduct sowie von dem gemeinsamen Kodex der Generalsekretäre und Bundesgeschäftsführer von CDU, CSU, SPD, FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE und für einen fairen Wahlkampf leiten: Wir wollen pointiert und klar, gleichzeitig menschlich und empathisch kommunizieren. Aufrufen zu Rechtsbrüchen, Hass oder gar Gewalt treten wir entschieden entgegen. Auf unseren Social Media-Kanälen löschen wir Diskussionsbeiträge, die gegen geltendes Recht verstoßen, sowie rassistische, gewaltverherrlichende, politisch extremistische, sexistische oder diskriminierende Äußerungen. In besonders schwerwiegenden Fällen behalten wir uns vor, Strafanzeige zu stellen. Unsere engagierten und ganz überwiegend ehrenamtlich tätigen Mitglieder sind die größte Stärke der FDP. Ihnen bieten wir regelmäßig Schulungen zu unseren Wahlkampfgrundsätzen und zu (digitaler) Kommunikation an. Dabei stärken wir das Bewusstsein für fairen Wahlkampf und unseren Code of Conduct.
Welche Apps verwenden Sie im Wahlkampf? Welche Services bieten Sie Ihren Wahlkämpfern an?
Unsere Mitglieder-App bietet Userinnen und Usern u.a. die Möglichkeit ihre Daten zu verwalten, neue Mitglieder zu werben und ein Update zu neuen Social Media Postings auf den Parteikanälen zu erhalten. Darüber hinaus können Mitglieder die App im Wahlkampf verwenden, um Plakatierungen und Verteilaktionen zu planen, zu organisieren und zu dokumentieren.
Wie arbeiten Sie mit Influencern zusammen? Mit welchen Influencern auf welchen Plattformen?
Influencer fokussieren sich auf die Social-Media-Kanäle wie Instagram, Facebook & Co. und haben gerade unter jungen Menschen eine hohe Reichweite. Auch wenn digitale Medien im Wahlkampf der Freien Demokraten eine große Rolle spielen werden, haben wir keine bezahlten Partnerschaften mit Social-Media-Influencern geplant. Für einzelne Projekte stehen wir aber gerne zur Verfügung. Ein Beispiel dafür aus der Arbeit der Bundestagsfraktion der FDP: Nach einem TV-Auftritt von Christian Lindner hat Louisa Dellert ihn bei Instagram angeschrieben. Nach dem Austausch von mehreren Nachrichten, wurde sie in den Bundestag eingeladen. Sie ist gekommen und hat Fragen ihrer User mitgebracht.
Wie beobachten Sie soziale Netzwerke? Wie reagieren Sie auf Postings?
Die Welt der Sozialen Netzwerke verändert sich permanent, deswegen verfolgen wir neue Entwicklungen kontinuierlich und sind auf mehreren Plattformen aktiv. Das Social-Media-Team der FDP-Bundesgeschäftsstelle pflegt unsere Social-Media-Kanäle, beantwortet Fragen, und bietet digitale und analoge Beteiligungsaktionen an. Die direkte Ansprache und der direkte Dialog mit den Usern sind die beiden Erfolgsrezepte der Freien Demokraten.

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