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Friedrich Merz am Mittwoch bei einer Pressekonferenz zu seiner Kandidatur für das Amt des CDU-Parteivorsitzenden.
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Friedrich Merz am Mittwoch bei einer Pressekonferenz zu seiner Kandidatur für das Amt des CDU-Parteivorsitzenden.

Anti-Korruptions-Organisation

Transparency: Friedrich Merz muss Fragen beantworten

Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency Deutschland äußert sich angesichts der Kandidatur von Friedrich Merz kritisch.

Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency Deutschland hat sich angesichts der Kandidatur von Friedrich Merz für den CDU-Parteivorsitz kritisch über dessen Tätigkeiten in der Wirtschaft geäußert.

„Friedrich Merz wird den Mitgliedern der CDU erklären müssen, wie er sich in seinen diversen Funktionen in der Finanzwirtschaft für ein gesellschaftlich verantwortliches Handeln seiner Auftraggeber eingesetzt hat - etwa als Aufsichtsrat der Privatbank HSBC Deutschland, die in Cum-Ex-Geschäfte verwickelt war“, sagte die Transparency-Vorsitzende Edda Müller der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Er muss zeigen, wie er diese Erfahrungen für eine gemeinwohlorientierte Politik einsetzen will.“

Der frühere Unionsfraktionschef Merz arbeitet seit seinem Ausscheiden aus der Politik in einer Anwaltskanzlei und hat mehrere Mandate bei Unternehmen inne. So ist er Mitglied im Aufsichtsrat der Privatbank HSBC sowie Aufsichtsratschef des Vermögensverwalters Blackrock Deutschland.

Bei dubiosen Cum-Ex-Steuergeschäften waren durch ein Hin- und Herschieben von Aktien EU-weit Finanzämter getäuscht worden. Sie erstatteten Milliardensummen an Steuern zurück, die nie gezahlt wurden.

Am Mittwoch war der US-Vermögensverwalter Blackrock Spekulationen über eine bevorstehende Trennung von Merz wegen dessen Kandidatur für den Parteivorsitz entgegengetreten. „Er bleibt Aufsichtsratsvorsitzender von Blackrock in Deutschland“, teilte Konzernchef Larry Fink mit. Die Beziehung zu Merz sei weiterhin hervorragend. „Wenn er nicht Vorsitzender der CDU wird, würden wir es sehr begrüßen, wenn er weiterhin mit Blackrock zusammenarbeitet.“

Zuvor hatte „Spiegel Online“ unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, dass Merz Blackrock mit seiner Kandidatur überrascht habe und die Firma ihn nun loswerden wolle. (dpa)

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