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Transitzone? Einreisezentrum? Willkommenstempel?

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Die Union hält die Transitzone für die Lösung in der Flüchtlingskrise.
Die Union hält die Transitzone für die Lösung in der Flüchtlingskrise. © dpa

Der Koalitionsstreit um besondere Einrichtungen für Flüchtlinge ohne Bleibechancen ist auch ein Gerangel um Begriffe. Im Gespräch sind mehrere Bezeichnungen, nicht alle ganz ernst gemeint.

Transitzone: Der Begriff der Union greift die speziellen Bereiche an großen Flughäfen auf. Dort steigen Passagiere normalerweise für einen Anschlussflug um - es können dort aber auch Sonder-Asylverfahren abgewickelt werden. Die SPD lehnt das aber ab und warnt vor riesigen «Haftzonen» an den deutschen Landgrenzen.

Einreisezentren: Die SPD hat viele dezentrale Einrichtungen ohne Einschränkung der Bewegungsfreiheit vorgeschlagen, um den Andrang besser zu steuern. Sie spricht von «Registrierungs- und Einreisezentren». Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) schlug «Reisezentren» vor.

Willkommenstempel: In der Debatte spielen auch ironische Begriffe mit: «Ob Sie das Transitzonen nennen, oder Einwanderungszonen oder Willkommenstempel, das ist mir völlig wurscht», sagte der CSU-Rechtsexperte Hans-Peter Uhl. CSU-Chef Horst Seehofer spottete, wenn die Bezeichnung das Problem sei, können man die Zentren auch nach einem namhaften SPD-Politiker benennen. Und ergänzte auf einen Zuruf hin mit Blick auf den SPD-Vize: «Ja, vielleicht Stegner-Haus.» (dpa)

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