Schwer bewaffnet: Sicherheitskräfte in Kairo (Symbolfoto)
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Schwer bewaffnet: Sicherheitskräfte in Kairo (Symbolfoto)

Ägypten

Tote nach Demonstration nahe Kairo

Die Sicherheitslage in Ägypten bleibt angespannt. Eine Demonstration von Anhängern der Muslimbrüder nahe Kairo endet am Freitag in Gewalt, sechs Islamisten sterben. Unklar ist unter welchen Umständen: Aktivisten beschuldigen die Sicherheitskräfte.

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern der Muslimbrüder sind westlich von Kairo mindestens sechs Islamisten ums Leben gekommen. Dem ägyptischen Innenministerium zufolge protestierten rund 400 Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi am Freitag nach dem Morgengebet in zwei Vierteln der Stadt Giseh. Dabei hätten Demonstranten auf Anwohner geschossen und Zusammenstöße provoziert. Laut dem Ministerium griff die Polizei ein und löste die Proteste auf.

16 Festnahmen

Aktivisten beschuldigten hingegen im Kurznachrichtendienst Twitter die Sicherheitskräfte, sie hätten das Feuer auf Demonstrationen von Unterstützern Mursis eröffnet. Das berichtete auch der arabische Nachrichtenkanal Al-Dschasira. Unter den Toten sei auch eine Frau. Nach Angaben des Innenministeriums wurden 16 Menschen festgenommen.

Auch anderenorts kam es am ersten Tagen nach dem Ende des Fastenmonats Ramadan zu Demonstrationen von Mursi-Anhängern. In Alexandria im Norden des Landes löste die Polizei mehrere Protestzüge auf, wie die staatliche Nachrichtenagentur Mena berichtete. 20 Demonstranten seien festgenommen worden.

Das Militär hatte den freigewählten Staatschef Mursi vor mehr als zwei Jahren nach Massenprotesten gegen ihn abgesetzt. Seitdem geht die Regierung hart gegen Islamisten vor. Die Muslimbruderschaft wurde verboten. Tausende ihrer Anhänger sitzen in Haft. (dpa)

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