Tote bei Explosion in Islam-Schule

Iraker sprechen von US-Angriff / Erneut Amerikaner getötet

BAGDAD/KAIRO, 1. Juli (dpa). Bei einer Explosion in einem Gebäude für Koranschüler neben einer Moschee in Falludscha sind nach Angaben von Bewohnern sieben Menschen ums Leben gekommen, darunter der Imam der Moschee. Die Bewohner erklärten, die US-Armee habe die Koranschule, in dem sich Religionsstudenten aufgehalten hätten, am Montag um 23 Uhr aus der Luft angegriffen. Die US-Armee hatte in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt, ihre Soldaten seien in Falludscha aus einer Moschee heraus beschossen worden. US-Soldaten sagten, in dem Gebäude seien versteckte Sprengsätze explodiert. Der US-Unteroffizier Thomas McMurtry sagte, es gebe keine Hinweise auf einen Angriff von außen.

Bei neuen Angriffen auf US-Soldaten im Großraum Bagdad wurden am Dienstag nach Angaben von Augenzeugen fünf Amerikaner getötet. Bei einem Panzerfaust-Angriff auf ein Militärfahrzeug in El Mustansirija im Norden Bagdads seien drei Soldaten und ihr irakischer Übersetzer getötet worden, berichteten die Augenzeugen. Einen weiteren Angriff gab es nach Angaben des arabischen Fernsehsenders Al Dschasira im südlichen Stadtteil El Jussifija. Dort hätten die Angreifer den Verkehrsunfall eines Militärtransporters genutzt, um die Soldaten anzugreifen, von denen sie nach Angaben von Augenzeugen zwei töteten.

Das US-Zentralkommando bestätigte die Angriffe zunächst nicht und berichtete stattdessen von der Festnahme 214 mutmaßlicher US-Gegner im Irak, darunter elf, deren Namen auf einer amerikanischen Liste mit Verdächtigen standen.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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