Venezuela

Zu Tode gefoltert

Das Regime Maduro soll den Marineoffizier Rafael Acosta in Venezuela getötet haben.

In Venezuela soll ein festgenommener Marineoffizier in Gewahrsam zu Tode gefoltert worden sein. Das werfen zahlreiche Staaten der Region der Regierung Nicolás Maduros vor. Der Korvettenkapitän Rafael Acosta sei am 21. Juni von bewaffneten Männern festgenommen worden und eine Woche später mit Zeichen von Folter am Körper vor einem Richter erschienen, teilte die sogenannte Lima-Gruppe am Sonntag mit. Am Samstag sei er in einem Krankenhaus gestorben. Die Gruppe verurteile den Mord an Acosta sowie die andauernde Praxis willkürlicher Festnahmen und Folter des Maduro-Regimes an Oppositionellen.

Der Lima-Gruppe gehören, neben der selbst ernannten venezolanischen Interimsregierung des Parlamentsvorsitzenden Juan Guaidó, 13 Staaten an, die Guaidó als Interimspräsidenten des südamerikanischen Landes anerkennen und Maduro jegliche Legitimität absprechen. Darunter sind Brasilien, Argentinien und Kanada. Auch der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten, Luis Almagro, verurteilte den „kriminellen Mord“ an Acosta. Die EU forderte unabhängige und umfassende Ermittlungen. Der Tod Acostas sei ein Beweis für den willkürlichen Charakter des venezolanischen Justizsystems, sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini.

Unterdessen hat der ehemalige spanische Ministerpräsident José Luis Zapatero sein Amt als Vermittler zwischen der Regierung und Opposition in Venezuela aufgegeben. Zapatero wolle nach mehr als drei Jahren ohne Durchbruch nicht weiter als Mediator tätig sein, berichtete die Tageszeitung „El Nacional“. (dpa/epd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion