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Tilman Kuban ist 31 Jahre alt und seit 2014 Landeschef der niedersächsischen Jungen Union.

Junge Union

Tilman Kuban will JU-Chef werden

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Der 31-jährige Tilman Kuban bewirbt sich um die Nachfolge Paul Ziemiaks an der Spitze der Jungen Union.

Ein Niedersachse setzt dazu an, neuer Vorsitzender der Jungen Union zu werden: Der 31-jährige Tilman Kuban will auf dem Sonderdeutschlandtag der Jungen Union Mitte März in Berlin zum Nachfolger von Paul Ziemiak gewählt werden und die Jugendorganisation von CDU und CSU leiten. Der Posten ist vakant, seitdem Ziemiak im Dezember vergangenen Jahres CDU-Generalsekretär wurde.

Kuban, CDU-Mitglied, ist derzeit Vorsitzender der Jungen Union in Niedersachsen. Er kandidiert auf einem aussichtsreichen Listenplatz für die Europawahl im Mai und wäre so der erste JU-Vorsitzende im Parlament in Straßburg.

Meldungen, wonach es zu einer Kampfkandidatur gegen den thüringischen JU-Vorsitzenden Stefan Gruhner kommen könnte, hat Gruhner bislang nicht kommentiert. Laut JU-Zentrale ist Kuban bislang der einzige Bewerber um den Chefposten der größten politischen Jugendorganisation Deutschlands.

Mit der neuen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und CDU-Generalsekretär Ziemiak wolle Kuban gut zusammenarbeiten: „CDU und CSU gehören zusammen. Das muss stets oberste Maxime beider Parteispitzen sein“, sagte er auf Anfrage. Aber er sei „kein Ja-Sager. Ich will etwas mit Weitblick für unsere Generation erreichen und ihr Gehör verschaffen. Dabei bin ich ein Teamplayer. Das habe ich als Fußballer gelernt. Aber am Ende geht es um die Inhalte. Wenn da etwas in die falsche Richtung läuft, dann werde ich das auch klar und deutlich ansprechen.“

Kernfrage werde sein: „Wie soll Deutschland 2030/2040 aussehen? Wir können eine Menge Perspektiven bieten, wenn wir uns klar werden, wie ist die Hausordnung in unserem Land?“ Viele Menschen treibe der Zusammenhalt unserer Gesellschaft um, „besonders, wenn mehr Menschen mit Migrationshintergrund zu uns kommen. Wir müssen uns klar werden über unsere Leitkultur“.

Es sei sein Anspruch, „mehr die Mitglieder einzubinden“, sagte Kuban. „Wesentliche Dinge sollten nicht mehr einfach nur von wenigen im Hinterzimmer entschieden werden, dies hat früher auch die CDU Mitglieder frustriert.“

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