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Midterms USA: Verbündete rücken nach Pleite von Trump ab

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Von: Lukas Zigo, Tanja Banner, Katja Thorwarth, Nail Akkoyun, Christian Stör, Tim Vincent Dicke, Daniel Dillmann

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Verbündete raten Donald Trump nach den Midterms ab, seine Präsidentschaftskandidatur zeitnah zu verkünden. Der News-Ticker.

Dieser Ticker zu den Midterms und Donald Trump wird nicht weiter aktualisiert.

Midterms USA: Verbündete rücken nach Pleite von Trump ab

+++ 12.10 Uhr: Nach den Midterms raten erste Verbündete Donald Trump, mit der möglichen Ankündigung einer erneuten Präsidentschaftskandidatur zu warten. Der langjährige Trump-Berater Jason Miller sagte dem Sender Newsmax am Mittwoch, alles müsse sich auf die Stichwahl am 6. Dezember im südlichen Bundesstaat Georgia konzentrieren, die darüber entscheiden könnte, ob Republikaner oder Demokraten künftig den Senat kontrollieren. „Ich empfehle dem Präsidenten, bis nach dem Rennen in Georgia zu warten“, sagte Miller. Priorität müsse nun die Unterstützung des republikanischen Kandidaten Herschel Walker haben.  

Donald Trump über Midterms-Ergebnisse: „Ich sollte den ganzen Ruhm ernten“

+++ 08.40 Uhr: Donald Trump spielt die Midterm-Ergebnisse in einem Interview mit Fox News Digital herunter, nachdem bekannt geworden war, er sei „wütend“ gewesen. „Es gibt ein Fake News-Narrativ, dass ich wütend war - es ist genau das Gegenteil“, sagte Trump: „Die Leute, die ich unterstützt habe, haben sehr gut abgeschnitten. Ich habe bei den Vorwahlen 98,6 % erreicht und bei den Parlamentswahlen 216 zu 19 - das ist erstaunlich ... All diese Leute, die gewinnen, sind meine Leute“, fügte Trump hinzu.

Ex-Präsident Donald Trump hat bei den Midterms Federn lassen müssen.
Ex-Präsident Donald Trump hat bei den Midterms Federn lassen müssen. © Andrew Harnik/dpa

Gegenüber NewsNation ergänzte Trump: „Ich denke, wenn sie gewinnen, sollte ich den ganzen Ruhm ernten, und wenn sie verlieren, sollte ich überhaupt nicht beschuldigt werden.“ Und weiter: „Aber es wird wahrscheinlich genau das Gegenteil der Fall sein.“

Midterms: Einfluss von Donald Trump als Königsmacher hat Grenzen

Update vom Donnerstag, 10. November, 06.40 Uhr: Die Wahlnacht hat gezeigt, dass Donald Trumps Einfluss als Königsmacher seine Grenzen hat. Einige besonders radikale Kandidaten, die er offensiv unterstützte, verlieren: der umstrittene TV-Arzt Mehmet Oz, der das Rennen gegen den Demokraten John Fetterman um einen Senatssitz in Pennsylvania verlor. Oder der Gouverneurskandidat in Pennsylvania Doug Mastriano - ein glühender Trump-Anhänger.

Dagegen gewinnen einige Gegner Trumps aus der eigenen Partei gegen Kandidaten der Demokraten, etwa im Schlüsselstaat Georgia: der dortige Gouverneur, Brian Kemp, und der oberste Wahlaufseher des Staates, Brad Raffensperger, setzen sich durch.

Midterms live: Trump findet Ergebnisse „etwas enttäuschend“ - aber „sehr großer Sieg“

+++ 21.30 Uhr: Ex-Präsident Donald Trump hat die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen als in „gewisser Weise etwas enttäuschend“ bezeichnet – sieht sie aber als einen persönlichen Erfolg. Die Mehrheit der Kandidat:innen, die er unterstützt habe, hätten bei den sogenannten Midterms gesiegt, schrieb er am Mittwoch auf der von ihm mitgegründeten Plattform Truth Social. „Wer hat jemals besser abgeschnitten?“, fragte er. Tatsächlich haben in knappen Rennen prominente Schützlinge von Trump verloren oder lagen hinten. Erfolgreich waren von ihm unterstützte Kandidat:innen vor allem dort, wo die Zustimmung für die Republikaner ohnehin hoch ist.

Eine besonders schwere Niederlage für Trump war das Rennen im umkämpften US-Bundesstaat Pennsylvania. Dort verlor bei der Abstimmung für den Senatssitz sein Schützling Mehmet Oz. In Georgia muss der Trump-Anhänger Herschel Walker in die Stichwahl für den Senatssitz. In Arizona lief die Auszählung der Ergebnisse weiter. Prognosen zufolge konnte Trumps Kandidatin für das Gouverneursamt, die Wahlleugnerin Kari Lake, dort in den vergangenen Stunden aufholen, lag aber weiter knapp hinter der demokratischen Kandidatin.

Midterms live: „Zeit, sich von Trump zu lösen“ – Republikaner wütend

+++ 19.35 Uhr: Nach dem unerwartet schwachen Abschneiden der Republikaner zeigen einige Konservative mit dem Finger auf Donald Trump. RealClearPolitics-Reporter Phil Wegmann schrieb in Bezug auf die Präsidentschaftswahl 2024 auf Twitter: „Alle sind im Rennen. Wenn ihr es mit Trump aufnehmen wollt, war er noch nie schwächer.“ Dieses Zitat stamme von einer republikanischen Quelle, teilte er mit.

Der Ärger darüber, dass Trumps Kandidaten derart schlecht performt haben und Ron DeSantis dagegen einen herausragenden Sieg geholt hat, sorge bei den Republikanern für große Fragezeichen, so Wegmann. Vom konservativen „Reagan Battalion“ hieß es auf dem Kurznachrichtendienst: „Zeit, sich von Trump zu lösen.“

Midterms live: Trump steht jetzt unter Druck

+++ 18.10 Uhr: Eine „rote Welle“, wie es sich die Republikaner im Voraus gewünscht haben, ist bei den Midterms ausgeblieben. Donald Trump hatte sich früh in den Wahlkampf für die Zwischenwahlen eingemischt. Trägt er die Schuld am schlechten Abschneiden der Konservativen? Georgias Vizegouverneur Geoff Duncan sieht das so. Trump sei eine Figur, die die Republikaner nun hinter sich lassen müssten, sagte er im US-Sender CNN. „Es ist eine Botschaft an das ganze Land (...), dass dies ein Wendepunkt für die Republikanische Partei ist“, so Duncan.

+++ 16.45 Uhr: Trump plant seinen härtesten Konkurrenten DeSantis mit einem perfiden Plan zu diffamieren. Offenbar will der ehemalige US-Präsident DeSantis als einen überheblichen Kandidaten darstellen, der sich für etwas besser halte, als seine Wählerschaft. Trump hingegen sei der wahre Mann des Volkes. So sagte Trump bereits über den Gouverneur von Florida: „Ich denke, ein Mann kann nicht behaupten, dass er ein Christ sei, die Bibel hochhalten und dann über so viele Dinge lügen.“

Midterms live: Trump „schreit jeden an“ – und ist „voller Wut“

+++ 16.30 Uhr: Nach dem Ausbleiben des republikanischen Erdrutschsiegs bei den Midterms ist Donald Trump einem Bericht zufolge sauer. Die Wahl der von Trump unterstützten Republikaner sei miserabel gewesen, so ein Mitarbeiter des 45. US-Präsidenten. „Kandidaten sind wichtig“, sagte der Berater aus Trumps innerstem Zirkel gegenüber CNN. „Sie waren allesamt schlechte Kandidaten“, fuhr er fort. Die Stimmung im Team von Trump sei derzeit im Keller. Der 76-Jährige „ist voller Wut“ und „schreit jeden an“, sagte der Mitarbeiter.

+++ 15.00 Uhr: Sarah Matthews, ehemalige stellvertretende Pressesprecherin des Weißen Hauses unter Donald Trump, hat sich gegen eine Kandidatur ihres früheren Chefs bei der Präsidentschaftswahl 2024 ausgesprochen. Matthews zufolge trage der umstrittene Politiker die Verantwortung für das schlechte Abschneiden der Republikaner. „Meiner Ansicht nach war die letzte Nacht der größte Indikator dafür, dass Donald Trump nicht der republikanische Kandidat im Jahr 2024 sein sollte. Er hat den Republikanern Sitze gekostet, die man hätte gewinnen können, indem er fragwürdige Kandidaten gefördert hat“, sagte Matthews beim TV-Sender CNN.

Midterms live: Herber Dämpfer für Trump – Kandidaten sammeln Niederlagen

+++ 11.15 Uhr: Über viele Jahre hat Donald Trump den Republikanern seinen Stempel aufgedrückt. Doch die Midterms 2022 verpassen Trump einen herben Dämpfer. Mehrere Republikaner, die Trump offensiv im Wahlkampf unterstützt hatte, sind mehr oder weniger kläglich bei den Zwischenwahlen gescheitert. Das Bild des früheren Präsidenten als Zugpferd der Republikaner ist also angekratzt.

Das kommt vor allem einem zupass, der bei den Midterms als großer Sieger gelten darf: Ron DeSantis. Der Gouverneur von Florida bleibt nach einem starken Ergebnis im Amt und könnte sich nun tatsächlich anschicken, Trump beim internen Rennen für die Präsidentschaftswahl 2024 herauszufordern. Klar ist, dass der 44-Jährige nicht vom ehemaligen Präsidenten kuscht.

Midterms: Trump-Kandidat verliert – Früherer US-Präsident reagiert verschnupft

+++ 09.30 Uhr: Donald Trump ist sauer. Die Midterms in den USA haben deutlich aufgezeigt, dass sein Einfluss als Königsmacher für andere seine Grenzen hat. Ein paar besonders schillernde und teils radikale Kandidaten, die er offensiv unterstützte, haben bei den Zwischenwahlen verloren: der umstrittene TV-Arzt Mehmet Oz etwa, der sich um einen Senatssitz in Pennsylvania bewarb. Oder der Gouverneurskandidat in Pennsylvania Doug Mastriano – ein glühender Trump-Anhänger, der dessen Wahlbetrugsfantasien verbreitete und der bei der Präsidentschaftswahl 2024 als Wahlleugner auf dem Posten hätte gefährlich werden können.

Und auch der Verschwörungstheoretiker Don Bolduc, ein pensionierter US-Armeegeneral, musste sich der Amtsinhaberin Maggie Hassan im Kampf um den Senatssitz von New Hampshire geschlagen geben. Trump zeigte daraufhin keinerlei Mitgefühl für den von ihm unterstützen Kandidaten. Auf seiner Plattform Truth Social verspottete Trump ihn jedenfalls, weil Bolduc nicht bereits gewesen sei, das Thema Wahlbetrug in den Mittelpunkt seiner Kampagne zu stellen. Er sei zwar ein „sehr netter Kerl“, hätte aber wegen seiner falschen Haltung verloren. „Wäre er stark und treu geblieben, hätte er leicht gewonnen. Gewonnene Erkenntnisse!!!“, schrieb Trump.

Midterms: Trump-Kandidatin Lake vor Niederlage in Arizona

+++ 07.15 Uhr: Der frühere Präsident Donald Trump darf sich bei den Midterms über viele Erfolge der von ihm unterstützten Kandidatinnen und Kandidaten freuen. Doch eine hoch gehandelte Republikanerin scheint zu schwächeln. Die ehemalige TV-Moderatorin Kari Lake, die gerne vom Betrug bei der US-Wahl 2020 spricht, liegt im Kampf um den Gouverneursposten in Arizona im Augenblick überraschend weit hinter dem Demokratin Katie Hobbs zurück. CBS News geht davon aus, dass Hobbs diesen Vorsprung wird verteidigen können. Für Lake und Trump wäre das eine bittere Niederlage. Und es dürfte auch wieder republikanische Fantasien vom Wahlbetrug befeuern.

Midterms in den USA: Trump-Juristin schickt Warnung an DeSantis

+++ 15.45 Uhr: Trumps gefürchtete Anwältin Alina Habba hat Floridas Gouverneur Ron DeSantis eindringlich vor einer Kandidatur bei der US-Wahl 2024 gewarnt. Der Republikaner gilt als gefährlichster Konkurrent des früheren US-Präsidenten. „DeSantis ist DeSantis wegen Trump“, sagte die Juristin dem rechten Medium Right Side Broadcasting Network am Rande einer Kundgebung im US-Bundesstaat Ohio. „Er muss in Florida bleiben“, fügte sie hinzu. „Bleiben Sie einfach, wo Sie sind. Sie machen in Florida einen großartigen Job“. Sie gab DeSantis einen Ratschlag: „Seien Sie nicht voreilig. Sie sind noch nicht bereit.“

Midterms: Trump plant mit Republikanern die Amtsenthebung Bidens

+++ 11.30 Uhr: Die Prognosen für die Midterms gestalten sich äußerst schwierig, daran verzweifelt offenbar die Meinungsforschung in den USA. Mehrere Fachleute ordnen das ein.

+++ 09.00 Uhr: „Putins Koch“ hat zugegeben, sich bei US-Wahlen in der Vergangenheit eingemischt zu haben. Eine Sprecherin des Weißen Hauses reagierte darauf mit einer Einschätzung zu den Midterms.

Midterms USA: Trump „könnte noch heute Nacht seine Kandidatur verkünden“

+++ 23.45 Uhr: Weitere Republikaner äußern sich vor den Midterms zu Donald Trumps möglicher Kandidatur 2024. Die Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene richtet sich dabei an einen möglichen innerparteilichen Konkurrenten Trumps: Ron DeSantis. Kurz vor der finalen Wahlkampfveranstaltung in Ohio wurde Greene vom rechten Fernsehsender Right Side Broardcasting interviewt. Als Moderator Brian Glenn über Trump sagte, die Republikaner seien „seine Parte“, antwortete Greene: „Absolut, das ist klar und eindeutig. Präsident Trump ist die Wahl des Volkes. Ihn haben wir 2016 gewählt, wir haben ihn 2020 wiedergewählt und wir werden ihn 2024 wählen.

Midterms: Gerüchte über Donald Trump entzweien Republikaner

+++ Update, 21.33 Uhr: Bei den Republikanern lösen die Gerüchte um eine Bekanntgabe Donald Trumps einen Tag vor den Midterms gemischte Gefühle aus. Laut Jonathan Swan vom Nachrichtenportal Axios würden Parteispitzen Trumps Auftritt in Ohio genau beobachten. Der Abgeordnete Matt Gaetz twitterte, Trump solle seine Kandidatur „noch heute Nacht“ verkünden. Trumps ehemalige Beraterin Kellyanne Conway hatte ihm dagegen geraten, erst nächstes Jahr über die Wahl 2024 zu sprechen.

Midterms in den USA: Donald Trump plant Ansage noch vor der Wahl

Erstmeldung vom 7. November 2022: Washington, D. C. – Während die halbe Welt den Midterms in den USA entgegenfiebert, denkt einer angeblich schon darüber hinaus: Donald Trump soll nach Informationen des US-Nachrichtensenders CNN kurz davor stehen, seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2024 zu verkünden. „Noch heute Nacht, am Abend vor der Wahl“ plane der Ex-Präsident diesen Schritt.

Im Endspurt vor den Midterms am Dienstag wird Donald Trump am Montag noch einmal im US-Bundesstaat Ohio auftreten. Dort wird er den Kandidaten der Republikaner für den Senat, J. D. Vance, unterstützen. Vance liegt in Umfragen zu den Midterms deutlich vor seinem demokratischen Herausforderer Tim Ryan.

Midterms in den USA: Donald Trump will die Lorbeeren

Für Trump ist Ohio nach Iowa, Pennsylvania und Florida die letzte Station seines Midterm-Wahlkampfes. Doch der ehemalige Präsident habe auf seinen Stationen laut CNN-Moderator John King „viel mehr Zeit damit verbracht, über sich selbst zu reden, als über die Kandidaten, die auf dem Wahlzettel stehen“. Seine Parteifreunde habe er immer wieder an seinen Einfluss in der Partei erinnert, mögliche Gegenkandidaten in den eigenen Reihen, wie Floridas Gouverneur Ron DeSantis, habe er damit gewarnt.

Nun würden dem Sender Informationen vorliegen, nach denen Donald Trump noch in Ohio seine Kandidatur verkünden wolle. „Warum einen Tag vor der Wahl?“, fragte King daraufhin seine Gäste. Journalistin Dana Bash antwortet: „Er brennt darauf, da herauszugehen und es offiziell zu machen.“ Trump habe dafür vor allem zwei Gründe. „Er will die Lorbeeren einheimsen und die Welle reiten.“ Der zweite Grund seien die zahlreichen Konkurrenten in der eigenen Partei. Neben DeSantis würden dazu auch Nikki Haley, Mike Pompeo und Mike Pence gehören.

Midterms in den USA: Donald Trump und Republikaner auf Kurs

Dass es für die Republikaner nach Dienstag Grund gibt, über Gewinne zu streiten, das lassen die Umfragen zu den Midterms vermuten. Die „Grand Old Party“ (GOP) liegt im Repräsentantenhaus deutlich vorne und wird auch im Rennen um den Senat als Favoritin geführt. (dil/ktho/tvd/tab/lz/cs/nak mit dpa/AFP)

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