Thilo Sarrazin stellt sein neuestes Buch mit dem Titel „Der Staat an seinen Grenzen – Über Wirkung von Migration in Geschichte und Gegenwart“ vor. (Symbolbild)
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Thilo Sarrazin stellt sein neuestes Buch mit dem Titel „Der Staat an seinen Grenzen – Über Wirkung von Migration in Geschichte und Gegenwart“ vor. (Symbolbild)

„Über Wirkung von Migration in Geschichte und Gegenwart“

„Durch“ mit der SPD: Thilo Sarrazin stellt neues Buch vor

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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In seinem neuen Buch fordert Thilo Sarrazin, einst SPD-Politiker, einmal mehr eine „restriktive Einwanderungspolitik“ des Westens.

  • Seit mehr als einem Jahrzehnt hat die SPD Ärger mit Thilo Sarrazin.
  • Erst kürzlich wurde der kontroverse Ex-Politiker aus der Partei ausgeschlossen.
  • Nun stellt er sein neuestes Buch vor und stellt Thesen über Einwanderungspolitik auf.

In der SPD ist Thilo Sarrazin nicht mehr. Etwa vor einem Monat entschied die Bundesschiedskommission der Partei, dass der Parteiausschluss Sarrazins zulässig sei. Sarrazin kommentierte den Auschluss damit, dass er mit den Sozialdemokraten „durch“ sei. Nun stellt Sarrazin sein neues Buch mit dem Titel „Der Staat an seinen Grenzen – Über Wirkung von Migration in Geschichte und Gegenwart“ im Interview mit dem Portal „The European“ vor.

Thilo Sarrazin: Einwanderung „mit schweren Nachteilen für einheimische Bevölkerung“ verbunden

So sagte Thilo Sarrazin in dem Interview: „Ich kann keinen Respekt aufbringen für eine Partei, die ein Mitglied, dass sich sonst nichts zuschulden kommen ließ, deshalb rauswirft, weil in einem Buch Tatsachen stehen, die niemand widerlegt hat und lediglich unbeliebt sind.“ Die SPD habe es bislang nicht geschafft, eine schriftliche Urteilsbegründung darzulegen. Das scheine „intellektuell schwierig" zu sein, so Sarrazin.

Thilo Sarrazins neues Werk mit dem Titel „Der Staat an seinen Grenzen – Über Wirkung von Migration in Geschichte und Gegenwart“ soll sich vor allem mit der These beschäftigen, dass Einwanderung für die Einheimischen zumeist nachteilig sei. Damit stellt Sarrazin, wie schon in der Vergangenheit, eine kontroverse Behauptung in den Raum.

Laut Sarrazin untersuche das Buch, „wie sich Einwanderung in der gesamten Menschheitsgeschichte vollzogen hat. Sie ging meist nur mit Eroberung Hand in Hand und war selten gewaltfrei.“ Darüber hinaus sei sie „mit schweren Nachteilen für die einheimische Bevölkerung verbunden“ gewesen. Als Beispiele führt er China, das Römische Reich oder das alte Ägypten auf. Er stellt klar, dass er vergangene gewaltverbundene Eroberungen und damit verbundene Migrationen nicht mit der heutigen Zeit vergleichen wolle, sondern nur untersucht habe, „wie sich Einwanderung in der gesamten Menschheitsgeschichte vollzogen hat“.

Neues Werk von Thilo Sarrazin: Forderung nach „restriktiver Einwanderungspolitik"

Auf die Frage von „The European“, ob die massive Kritik an seinen vergangenen Werken etwas an seinen Überzeugungen geändert haben oder ob er Punkte sehe, wo die Kritiker recht haben, antwortet Sarrazin ausweichend. „Noch mehr als damals erkenne ich heute, dass es sehr lange dauert, bis sich Einwanderer an ihr neues Umfeld kulturell anpassen und dass es dabei je nach Herkunft und Religion der Einwanderer auch sehr große Unterschiede gibt."

Mit „kultureller Anpassung“ meint Sarrazin, sich an die Einstellung zur Demokratie und zum Rechtsstaat anzupassen, zu Menschenrechten oder zur Gleichberechtigung von Mann und Frau. Sarrazin fordere von westlichen Staaten eine „restriktive Einwanderungspolitik“ und Europa vor „ungezügelter Einwanderung zu schützen“. (Marvin Ziegele)

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