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Das Duell zwischen Barack Obama und Hillary Clinton wird immer spannender.

US-Wahlen

Texas gegen Ohio

Bei den möglicherweise entscheidenden Vorwahlen in vier US-Bundesstaaten zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern Hillary Clinton und Barack Obama ab.

Washington (dpa) - Bei den möglicherweise entscheidenden Vorwahlen in vier US-Bundesstaaten zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern Hillary Clinton und Barack Obama ab.

Der Senator aus Illinois führt einer am Wochenende veröffentlichten Umfrage des Senders Fox News zufolge in Texas mit 48 Prozent vor Clinton mit 45 Prozent. In Ohio dagegen liegt die frühere First Lady laut "Columbus Dispatch" mit 56 zu 40 Prozent vorne. Andere Umfragen sagen aber ein weitaus knapperes Ergebnis voraus.

Für die Senatorin aus New York geht es bei den Vorwahlen am Dienstag um alles oder nichts: Nach elf Niederlagen in Folge gegen Obama muss ihr nach Ansicht vieler Parteifreunde eine Trendwende gelingen. Ansonsten droht ihr das frühe Aus: Selbst ihr Ehemann, Ex- Präsident Bill Clinton, hatte Siege in Texas und Ohio als Bedingung genannt, damit sie noch Chancen auf die Kandidatur hat.

Clinton (60) und Obama (46) warben bis zum letzten Moment auf zahlreichen Wahlveranstaltungen sowie mit Millionen Dollar teuren TV- Werbespots um Unterstützung. Die Senatorin warf ihrem Konkurrenten vehement vor, zu wenig Erfahrung für einen Krisenfall zu haben und damit nicht die Sicherheit der USA garantieren zu können. Inzwischen absolvieren Clintons Ehemann Bill und ihre Tochter Chelsea zahlreiche Wahlkampfauftritte um die drohende Niederlage abzuwenden. Seit Wochen kämpfen Clinton und Obama vor allem um die Wähler in Texas (24 Millionen Einwohner) und Ohio (11,5 Millionen).

In Texas werden bei den Demokraten in einem komplizierten Mischsystem von allgemeinen Wahlen und Caucus-Elementen (Abstimmung bei Parteiversammlungen) 228 Delegierte bestimmt. In Ohio werden für den Nominierungsparteitag in Denver Ende August 161 Delegierte, in Vermont 23 und Rhode Island 32 Delegierte gewählt.

Nach den bisher 35 Vorwahlen führt Obama der Zählung des Nachrichtensenders CNN zufolge mit 1369 Delegierten vor Clinton mit 1276 - notwendig für eine Nominierung sind allerdings 2025 Delegierte. Es stehen aber nur noch 15 Vorwahlen aus.

Bei den Republikanern dagegen scheint der Ausgang der Vorwahlen entschieden. Klarer Favorit ist Senator John McCain, der deutlich mit 1033 Delegierten vor dem Baptisten-Prediger und Ex-Gouverneur Mike Huckabee mit 247 Delegierten führt. In der Republikanischen Partei wird damit gerechnet, dass Huckabee aufgibt, falls er bei den Vorwahlen am Dienstag deutlich verliert. Rechnerisch hat er ohnehin keine Chance mehr auf eine Nominierung. Die endgültige Nominierung der Kandidaten findet bei Parteitagen im Sommer statt. Die Präsidentenwahl ist am 4. November.

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