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Der Tag vor den Anschlägen vom 11. September 2001: George W. Bush besucht eine Grundschule in Jacksonville, Florida.
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Der Tag vor den Anschlägen vom 11. September 2001: George W. Bush besucht eine Grundschule in Jacksonville, Florida.

9/11

Terroranschläge vom 11. September 2001: Chronik

  • Peter Rutkowski
    VonPeter Rutkowski
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Was geschah in den Tagen unmittelbar vor dem 11. September 2001?

9/10 Washington ist fassungslos: Die Taliban marschieren gegen die Nordallianz – und die Clique im Weißen Haus interessiert sich nicht dafür! Präsident Bush verkauft auf einer Tour durch Grundschulen seine Lese-Initiative. Sicherheitschefin Rice, Vize Cheney, Defense Secretary Rumsfeld winken nur ab. Dabei gibt es doch schon fertige Pläne für einen bestimmt erfolgreichen US-Militäreinsatz dort!

John O’Neill lernt an diesem, seinem zehnten Arbeitstag wieder ein bisschen mehr über das Wer, Wie, Wann, Warum, Woher und Wohin, das er für seinen neuen Job braucht. O’Neill ist ein methodischer Typ, den es nicht kümmert, wenn er anderen auf den Schlips tritt. Diese Tour hat ihn nach 25 Jahren seine Karriere beim FBI gekostet. Die Bundespolizei war seine große Liebe. O’Neill macht weiter wie zuvor, nur jetzt nicht mehr beim FBI.

Das verwundert umso meh r, als er derjenige ist, der 1995 nach seiner Beförderung ins Hauptquartier des FBI auf Hinweis von Richard A. Clarke, dem Antiterrorismus-Chef des Weißen Hauses, aus dem Stegreif die Ergreifung des Hauptverantwortlichen für das 1993er Bombenattentat auf New Yorks World Trade Center (WTC) organisiert: Ramzi Yousef. Dieser ließ einen Lkw mit 600 Kilo Sprengstoff unter dem Nordturm hochgehen, der dann kollabieren und den Südturm mit sich reißen sollte. Zehntausende Tote hätte das gekostet. Tatsächlich starben sechs Menschen. Das WTC rührte sich nicht.

Mit anderen Worten: Die damaligen Attentäter, über vielerlei Ecken mit Al-Kaida verbunden, waren Amateure – entschlossen, aber unwissend. Ramzi bedauert sein Versagen, ein Fanatiker selbst in der Haft noch. Und er ist sich sicher: Mit mehr Geld hätte er es geschafft. Ein potenter Terror-Finanzier tut also not für den Dschihad?

Hani Hanjour (29) und Marwan Schehi (23) und ihre jeweiligen Kommandos in Boston, respektive in Laurel, Maryland, haben das nötige Geld gehabt. Jetzt brauchen sie keines mehr. Sie haben ihre Tickets für die morgigen Flüge United 175 und American 77, sie haben ihren Plan. Und sie alle sind sich absolut sicher, dass sie das Richtige tun und Einlass ins Paradies finden werden. rut

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