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9/11

Terroranschläge vom 11. September 2001: Chronik

  • Peter Rutkowski
    VonPeter Rutkowski
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Was geschah in den Tagen unmittelbar vor dem 11. September 2001?

9/9 Der Sicherheitsapparat der USA gerät an diesem 9. September in helle Aufregung. In Afghanistan haben zwei als Journalisten getarnte Selbstmordattentäter Ahmed Schah Massoud getötet - mit einer Splitterbombe in einer Kamera. Massoud war ein Veteran des Krieges gegen die Sowjets und avancierte schließlich zu einer der wichtigsten Figuren des „Nordallianz“-Widerstands gegen die Taliban.

Massouds Tod bedeutet der US-Führung, den Militärs und den Geheimdiensten, dass am Hindukusch etwas in Bewegung gerät. Morgen werden sie wissen, dass das eine groß angelegte Offensive der Taliban gegen die Nordallianz ist, die erst starten konnte, nachdem das militärische Schwergewicht der Allianz beseitigt war.

Was man in den USA jetzt noch nicht weiß: Die beiden Attentäter waren keine Taliban, sondern Parteigänger von Al-Kaida. Bin Laden und seine Führungsriege in Afghanistan hoffen, sich durch die Aktion Kredit bei den Taliban zu verschaffen, die sie bisher nur widerwillig geduldet haben. Al-Kaida ist sich aber sicher, dass man bald schon die Kampfkraft der Taliban für die eigene Sicherheit braucht.

Mohammed Atta ruft an diesem Sonntag wohl ein letztes Mal seinen Vater in Kairo an. Laut seinem Hauptkontakt in Hamburg, Ramzi bin al-Shibh, hat Atta seinen Crews eingeschärft, ihre Familien nicht zu kontaktieren. Aber in diesen Tagen beauftragt er Bin al-Shibh, einige letzte Grüße an Angehörige zu übermitteln.

Ramzi bin al-Shibh wollte eigentlich mit Atta und Ziad Jarrah in die USA gehen. Da er aber jemenitischer Herkunft ist, wurden alle seine Visagesuche abgelehnt – man vermutete in ihm angesichts der Armut im Jemen einen Arbeitsmigranten. So wird der gescheiterte Märtyrer Attas Mittler, Kurier und deutscher Organisator. Atta hat ihm nun auch ein Datum genannt. Bin al-Shibh hat deshalb schon ein Flugticket für seine Flucht nach Pakistan in der Tasche.

26 000 Dollar werden dieser Tage in die Vereinigten Arabischen Emirate überwiesen – an einen Agenten von Al-Kaida. Es ist Geld, das 19 Männer in den USA nicht mehr brauchen. rut

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