Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

9/11

Terroranschläge vom 11. September 2001: Chronik

  • Peter Rutkowski
    VonPeter Rutkowski
    schließen

Was geschah in den Tagen unmittelbar vor dem 11. September 2001?

9/8 Mohammed Atta ist an diesem Samstag kreuz und quer in den USA unterwegs. Er sammelt seine vier Crews ein, holt den einen ab, bringt den anderen hin. Der „Emir“, der Anführer, zu dem er von den Höchsten selbst während seiner Ausbildung in Afghanistan erkoren wurde, ist nun in seinem Element. Bald wird die Welt sehen, was er kann. Die Ungläubigen, die säkularen Muslime, die Juden, seine wohlständigen Eltern, seine Schwestern, die erfolgreiche Kardiologin und die bekannte Geologin... Der „Emir“ erscheint so, wie Islamfeinde Muslime gerne karikieren: hässlich, weichlich, kalt und aggressiv. Ein Antisemit, der in allem Unglück der Muslime eine Weltverschwörung der Juden und ihrer US-Handlanger sieht.

Ziad Jarrah düst in der Nacht zum 9. September den Interstate Highway I-95 hoch, der von Florida entlang der Ostküste bis hoch zur kanadischen Grenze in Maine reicht. Jarrah, geboren im Libanon, sympathisch, gutaussehend. Seine weltoffene türkischstämmige Freundin aus Hamburg hat er beim Zahnarztstudium in Greifswald kennengelernt. Jetzt ist er auf dem Weg zu seinem letzten Rendezvous.

Seit Tagen warten Ahmed al-Nami, Ahmed al-Haznawi und Saied al-Ghamdi auf Jarrah, ihren Piloten, in Newark, wo sie sich die Zeit mit Besuchen im Fitnessstudio vertreiben. So schnell, wie sie ihn sehen wollen und wie er sie treffen will, geht es in dieser Nacht aber nicht. Die Polizei in Maryland hält den 26-Jährigen an – und verpasst ihm einen Strafzettel wegen zu schnellen Fahrens.

Wie kein anderer seiner 18 Bundesgenossen entspricht Jarrah dem Typ des „schicken Terroristen“ wie Andreas Baader in den 1970er Jahren und Ali Hassan Salameh vom „Schwarzen September“, der 1972 das Attentat in München verübte. Als frischgebackener Pilot in Florida hat Jarrah seinen Erfolg auch stilvoll gefeiert: Flieger ausgeliehen, auf die Bahamas gejettet. Das ist aber alles nichts gegen das, was er in wenig mehr als zwei Tagen vorhat.

War Osama Bin Laden der Drahtzieher des Anschlags in New York - oder nicht doch die CIA? Wie hat der Terror die Stadt New York verändert? Wie reiht sich der Krieg im Irak in die außenpolitischen Irrtümer der USA ein? Lesen Sie mehr über die Anschläge vom 11. September 2001 und ihre Folgen in unserem Onlinedossier.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare