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Hanau: Kanzler Olaf Scholz gedenkt der Ermordeten des rassistischen Anschlags

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Von: Delia Friess

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Am 19.02.2022 jährt sich der rassistische Anschlag in Hanau zum zweiten Mal.
Am 19.02.2022 jährt sich der rassistische Anschlag in Hanau zum zweiten Mal. © Christophe Gateau / dpa

Der rassistische Anschlag ist am Samstag (19.02.2022) zwei Jahre her. Kanzler Olaf Scholz erinnert in einer Videobotschaft an die Ermordeten.

Hanau / München - Am 19. Februar 2022 jährt sich der rassistische Anschlag in Hanau, Hessen, zum zweiten Mal. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat zu diesem Anlass in einer Videobotschaft an die Opfer des Anschlages erinnert. „Heute sagen wir laut eure Namen, weil wir euch nicht vergessen“, sagte Scholz in dem Beitrag, der auf Twitter veröffentlicht wurde.

Scholz nannte in seiner Videobotschaft die Namen der Ermordeten: „Fatih, Ferhat, Gökhan, Hamza, Kaloyan, Mercedes, Sedat, Said Nesar, Vili Viorel. Ihr wart ein Teil unseres Landes, ein Teil von uns.“

Rassistischer Anschlag in Hanau: Kanzler Olaf Scholz (SPD) gedenkt den Ermordeten

Am 19. Februar 2020 hatte ein 43-jähriger Deutscher in Hanau nahe der Stadt Frankfurt am Main* neun Menschen aus rassistischen Motiven erschossen. Im Anschluss tötete er seine Mutter und nahm sich selbst das Leben. Zu den Opfern gehörten Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtovic, Vili-Viorel Paun, Fatih Saraçoglu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.

Olaf Scholz unterschreibt das Kondolenzbuch bei der Gedenkfeier 2020 für die Opfer des Anschlags von Hanau im Congress Park Hanau (CPH). Bei dem rassistischen Anschlag hatte ein 43-jähriger Deutscher am Abend des 19. Februar neun Menschen erschossen.
Olaf Scholz unterschreibt das Kondolenzbuch bei der Gedenkfeier 2020 für die Opfer des Anschlags von Hanau im Congress Park Hanau (CPH). Bei dem rassistischen Anschlag hatte ein 43-jähriger Deutscher am Abend des 19. Februar neun Menschen erschossen. © Boris Roessler/dpa

„Euch, euren Familien und Freunden schulden wir Antworten auf die Fragen, die bis heute offen sind“, sagte der Kanzler an die Opfer des rassistischen Anschlages gerichtet. Scholz versprach zudem, die Bundesregierung werde „Rassismus und rechten Terror entschlossen bekämpfen“. Es gehe darum, „Netzwerke von Extremisten“ zu stoppen und für eine Unterstützung der Opfer und Hinterbliebenen durch staatliche Behörden zu sorgen. Auch müsse mehr in politische Bildung und die Prävention rassistischer Straftaten investiert werden, so Scholz außerdem. Zwar könne die von den Opfern zurückgelassene Lücke nicht gefüllt werden, aber die Menschen könnten täglich an die Toten von Hanau erinnern.

Hanau: Zwei Jahre nach rassistischem Anschlag sind die Ermordeten nicht vergessen

Ein Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags befasst sich mit der Aufarbeitung des rassistischen Anschlages in Hanau. Dieser geht besonders der Frage nach, ob es vor, während oder nach dem Anschlag in Hanau zu Behördenversagen kam. Zahlreiche Vertreter der Politik verlangen eine lückenlose Aufklärung der Tat und einen entschiedeneren Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus, Hass und Hetze.

Der Kanzler nimmt dieses Wochenende an der Münchner Sicherheitskonferenz teil, bei dem der Ukraine-Konflikt im Mittelpunkt steht. (afp, df) *fnp ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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