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Streitkräfte der Peschmerga gehören auch zur Allianz.
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Streitkräfte der Peschmerga gehören auch zur Allianz.

IS-Miliz

Terror geht auch ohne Staat

  • Harry Nutt
    VonHarry Nutt
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Sollte die Rückeroberung von Mossul gelingen, wäre dies ein gravierender Rückschlag für den Islamischen Staat. Dafür dürften die Dschihadisten verstärkt auf Anschläge setzen. Ein Kommentar.

„Bilanz des Krieges gegen den Terror“, twitterte der Publizist Frank Schirrmacher einen Tag vor seinem plötzlichen Tod im Juni 2014: „Der Irak fällt in die Hände von Leuten, die selbst Al-Kaida zu extrem sind“, lautete seine pessimistische Notiz.

Die irakische Metropole Mossul war gerade von einer Miliz überrannt worden, und die Eroberung der Stadt war der Anfang eines territorialen Feldzuges islamistischer Krieger, die mit den Mitteln eines räuberischen Kapitalismus ein quasi-religiöses Regime errichteten.

Wenn mehr als zwei Jahre später vom Sturm auf Mossul die Rede ist, verknüpft sich mit der martialischen Ausdrucksweise die Hoffnung, dass die äußerst heterogene Allianz aus Schiiten, kurdischen Peschmerga, Truppen der irakischen Armee und US-Bombern der Vorherrschaft des IS in der Region ein Ende macht. Das militärische Ringen mag andauern, die territoriale Ausdehnung des IS aber dürfte beendet sein.

Es spricht allerdings nichts dafür, deswegen von einem Ende der islamistischen Gewalt auszugehen. Von Beginn an hat der IS auf eine Individualisierung des Terrors gesetzt. Auf räumliche Präsenz angewiesen ist er nicht. Es wird neue Rückzugsgebiete für todessüchtige Milizen geben. Panislamische Herrschaftsfantasien leben ja gerade davon, ohne Staatsgebiet auskommen zu können.

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