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Die Sängerin Zara Larsson gehört zu den Unterzeichnerinnen.

Schweden

Tausende Musikerinnen prangern Missbrauch an

Fast 2000 schwedische Musikerinnen berichten in einer Tageszeitung von Vergewaltigungen, Gewalt und Belästigung in der Musikindustrie.

Belästigung und Gewalt gegen Frauen seien in ihrer Branche „eher die Regel als die Ausnahme“: Fast 2000 schwedische Musikerinnen haben am Freitag das Wort ergriffen und Vergewaltigungen, Gewalt und Belästigung in der Musikindustrie angeprangert. Insgesamt 1993 Künstlerinnen berichteten in der Tageszeitung „Dagens Nyheter“ vom Freitag von ihren Erfahrungen und warfen der Musikindustrie eine „Kultur des Schweigens“ vor.

„Manager der Musikindustrie, es liegt in eurer Verantwortung, dass niemand Opfer sexueller Belästigung wird, und ihr habt versagt“, schrieben sie. Zu den Unterzeichnerinnen zählen auch die schwedischen Sängerinnen Zara Larsson und Robyn.

Ohne die Täter namentlich zu nennen, wurden unter dem Hashtag #närmusikentystnar („Wenn die Musik aufhört“) Anschuldigungen gegen nationale und internationale Größen der Musikindustrie erhoben, darunter Künstler, Produzenten und Agenten. In mehreren Fällen wurden Vergewaltigungsvorwürfe erhoben.

Zuvor hatten in Schweden bereits 450 Schauspielerinnen eine „Kultur des Schweigens“ bei Film und Theater angeprangert, was sexuelle Belästigung und Angriffe betrifft. (afp) 

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