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Orbans Gegner: Ungarns Studenten

Ungarn

Tausende demonstrieren gegen Uni-Schließung

Unabhängige Studentenorganisationen protestieren in Budapest. Die Teilnehmer fordern auf Transparenten Freiheit für Lehre und Forschung.

Tausende Menschen haben am Sonntag im Zentrum von Budapest gegen die drohende Schließung der privaten amerikanischen Zentraleuropäischen Universität (Central European University/CEU) demonstriert. Zu der Kundgebung hatten unabhängige Studentenorganisationen in Ungarn über Facebook aufgerufen. Die Teilnehmer forderten auf Transparenten Freiheit für Lehre und Forschung und skandierten "Freies Land! Freie Universitäten!"

Das ungarische Parlament wird bereits an diesem Montag einen Gesetzesentwurf der rechts-konservativen Regierung erörtern, der die Bedingungen für den Betrieb von Hochschulen und Universitäten mit ausländischem Hintergrund in dem EU-Land neu regelt. Sie sind nach Ansicht der Betroffenen so formuliert, dass sie die CEU nicht erfüllen kann.

Die internationale Universität mit Sitz in Budapest wurde 1992 von dem US-Milliardär George Soros gegründet. Ihr Träger ist die von Soros geschaffene Open-Society-Stiftung. Soros wollte damit nach dem Ende des Kommunismus der Ausbreitung der Ideen von Demokratie und Liberalität im ehemals kommunistischen Raum voranhelfen.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban, der sich zum Aufbau eines "illiberalen" Staates bekennt, sieht in Soros eine Art Staatsfeind. Ende des Vorjahres hatte er in einem Interview erklärt, dass die mit Soros verbundenen Organisationen in diesem Jahr aus Europa "verdrängt" würden. (dpa)

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