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Taliban

Joe Biden-Retter gelingt Flucht aus Afghanistan

  • Ares Abasi
    VonAres Abasi
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2008 rettet ein afghanischer Dolmetscher US-Präsidenten Joe Biden vor den Taliban. Das Weiße Haus revanchiert sich nun und hilft ihm aus Afghanistan zu fliehen.

Kabul – Joe Bidens Retter, der afghanische Dolmetscher Aman Khalili, konnte Afghanistan verlassen. Biden und Khalili teilen eine besondere Geschichte: Als der US-Präsident 2008 – damals noch als Senator – nach Afghanistan reiste, war er mit zwei Kollegen im Helikopter unterwegs. Ein Schneesturm zwang sie jedoch zur Notlandung – direkt in ein von den Taliban besiedeltes Gebiet. Das Risiko überfallen zu werden, war groß. Durch eine Rettungsaktion konnte den drei Politikern jedoch geholfen werden. Khalili war Teil des Rettungsteams und brachte die Gruppe in Sicherheit.

Der afghanische Dolmetscher Aman Khalili arbeitete lange Zeit für US-Truppen. Afghanistan war für ihn seit der Taliban-Machtübernahme unsicher. Nun schafft er die Flucht.

Seit 2001 arbeitete er als Dolmetscher für die US-Truppen. Seit der Machtergreifung der Taliban im August kämpfte Khalili darum, ein Visum zu bekommen, um Afghanistan zu verlassen. Khalili war bewusst, dass er in Afghanistan gefährdet ist, so die österreichische Tageszeitung Der Standard.  Er unternahm gemeinsam mit seiner Familie den Versuch, einen Evakuierungsflug aus Kabul zu bekommen – ohne Erfolg. Sie tauchten unter. Bereits 2016 stellte er einen Antrag auf ein Visum für die USA. Dieser wurde jedoch abgelehnt. Laut dem Wall Street Journal war der Grund dafür ein Missverständnis mit Khalilis damaligem Arbeitgeber.

Afghanischer Dolmetscher flüchtet: Weißes Haus hilft bei Ausreise

Joe Biden hatte nun die Gelegenheit sich für die Rettung zu revanchieren. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, antwortete öffentlich: „Wir werden dich da rausholen. Wir werden deinen Dienst ehren.“ Und tatsächlich verhalfen US-Veteranen, ehemalige afghanische Soldaten und pakistanische Verbündete Khalili, seiner Frau und ihren fünf Kindern, zur Flucht.

Laut der Tageszeitung Der Standard brachten sie die Familie zunächst für einige Wochen in einer geheimen Unterkunft in Kabul unter. Über einen 1000 Kilometer langen Landweg wurden sie dann nach Pakistan gebracht. Dort startete eine US-Regierungsmaschine, die die Khalilis nach Doha flog. „Am Montag teilte ein Repräsentant des Außenministeriums der Vereinigten Staaten der BBC News mit, dass Herr Khalili und seine Familie ‚Afghanistan sicher verlassen haben und später ihre Weiterreise nach Pakistan veranlasst wurde‘“, schrieb BBC News. (Ares Abasi)

Rubriklistenbild: © Wakil Kohsar/AFP

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