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Bei einem Autobomben-Anschlag in der Nähe eines Ausländerviertels von Kabul sind am Montag mindestens vier Menschen getötet worden.

Anschlag in Kabul

Taliban bekennen sich zu Autobombenanschlag

Bei einem Anschlag mit einer Autobombe in der afghanischen Hauptstadt Kabul sterben vier Menschen - mehr als hundert werden verletzt.

Die radikalislamischen Taliban haben sich zu dem Autobombenanschlag in Kabul mit vier Toten und mehr als hundert Verletzten am Montagabend bekannt. Vier Attentäter hätten einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen zur Explosion gebracht und seien dann in den stark gesicherten Gebäudekomplex Green Village (Grünes Dorf) eingedrungen, erklärte der Taliban-Sprecher Sabiullah am Dienstag. Dort hätten sie „viele“ Ausländer getötet.

Der Anschlag hatte am Abend den Osten der afghanischen Hauptstadt erschüttert. Nach Angaben des afghanischen Gesundheitsministeriums wurden dabei vier Menschen getötet und 113 weitere verletzt. Die meisten Opfer waren demnach afghanische Zivilisten. Unter den Verletzten sind aber auch zwei deutsche Polizisten. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts bestätigte am Montagabend, dass die beiden Beamten „leicht verletzt“ worden seien.

Dem „Spiegel“ zufolge wurden die beiden Männer, ein Bundespolizist und ein Polizeibeamter aus Nordrhein-Westfalen, durch herumfliegende Glassplitter am Auge und an der Hand verletzt. Sie hätten sich zum Zeitpunkt des Anschlags beim Abendessen im Green Village befunden. Die beiden Polizisten sind dem Bericht zufolge an einer Ausbildungsmission für afghanische Polizisten beteiligt.
Zuletzt waren am 24. Dezember bei einem Selbstmordanschlag in Kabul mindestens 43 Menschen getötet worden. Das Attentat galt dem Bauministerium und anderen Regierungsgebäuden. Die Taliban hatten sich zuletzt im November zu einem Anschlag auf das Gelände einer britischen Sicherheitsfirma in Kabul bekannt. Unter den mindestens zehn Toten waren auch fünf Angestellte der Firma G4S.  (afp)

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