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Nach Präsident Ghanis Flucht

Afghanistan: Vizepräsident ruft aus Versteck zum Kampf gegen Taliban auf 

  • VonAres Abasi
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Afghanistans Vizepräsident Amrullah Saleh erklärt sich nach Präsident Ghanis Flucht, zum Übergangspräsidenten. Den Taliban will er nicht kampflos das Feld überlassen.

Kabul - Starke Worte von Afghanistans Vizepräsidenten: Amrullah Saleh hat Widerstand gegen die radikal-islamistischen Taliban angekündigt. Nach Präsident Ashraf Ghanis Flucht am vergangenen Sonntag (15.08.2021) erklärte sich Saleh zu Afghanistans rechtmäßigem Übergangspräsidenten. Die Taliban akzeptiert der Politiker nicht. Saleh schwor am vergangenen Dienstag (17.08.2021), dass er sich der Terrorgruppe nicht beugen werde.

Auf seinem Twitter-Account zitierte Amrullah Saleh die afghanische Verfassung. Saleh wolle damit beweisen, dass von nun an er als Präsident berücksichtigt werden müsse.

Afghanistans Vizepräsident Amrullah Saleh: Er will mit den Taliban verhandeln

Bislang verhandelten unter anderem der frühere afghanische Präsident Hamid Karzai und Ghanis Rivale Abdullah Abdullah, seit der Machtübernahme, mit den Taliban. Nun wolle Saleh diese Rolle übernehmen. Als Grund hierfür nennt der selbsternannte Übergangspräsident, dass er noch in Afghanistan sei und andere einflussreiche Personen kontaktieren werde, die seinen Rücken stärken können.

„In der afghanischen Verfassung steht, dass bei Flucht, Abwesenheit, Rücktritt oder Tod des Präsidenten, der Vizepräsident zum Übergangspräsidenten ernannt wird. Ich bin gerade in meinem Land und ich bin der rechtmäßige Übergangspräsident. Ich kontaktiere alle Anführer, dass sie mich unterstützen und mir den Rücken stärken“, schreibt Vizepräsident Saleh auf seinem Twitter-Account.

Ein Kämpfer der Taliban in Afghanistan.

Übergangspräsident Amrullah Saleh beugt sich nicht den Taliban

Saleh, dessen genauer Aufenthaltsort noch unklar ist, gab an, dass er sich „unter keinen Umständen“ den Taliban unterwerfen werde. Weiterhin erklärte er, dass er nicht Ahmad Shah Massoud - den Anführer des afghanischen Widerstands gegen die Taliban - in den Rücken fallen werde. Massoud wurde von zwei al-Qaida-Mitgliedern, kurz vor dem 11. September, hingerichtet.

Salehs Äußerungen kamen einige Stunden vor der ersten Pressekonferenz der Taliban. Darin erklärte die Terrorgruppe, dass sie ein friedliches Verhältnis zu anderen afghanischen Fraktionen und allen Nationen anstrebe. (Ares Abasi)

Rubriklistenbild: © Javed Tanveer/AFP

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