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Vermummte hatten auf das Haus von Olaf Scholz mit Farbe gefüllte Marmeladengläser gegen die Hauswand geworfen.

Anschlag auf Haus von Scholz

"Der Taktgeber des sozialen Angriffs letzter Jahrzehnte"

Nach dem Anschlag auf das Haus von Olaf Scholz (SPD) taucht auf der Plattform "indymedia" ein anonymes Bekennerschreiben auf.

Nach dem Anschlag auf das Hamburger Wohnhaus von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht.

Auf der Plattform „indymedia“ bezeichnet der anonyme Verfasser die Aktion als „internationales Rauchzeichen“. Als Gründe für die Tat werden der G20-Gipfel in Buenos Aires und die dortigen Proteste angegeben. Scholz sei „der Taktgeber des sozialen Angriffs der vergangenen Jahrzehnte“.

Die Polizei teilte mit, man habe das Schreiben zur Kenntnis genommen. Der Staatsschutz ermittle wegen einer politisch motivierten Straftat.

Eine Gruppe von mindestens zehn vermummten Personen hatte nach Polizeiangaben in der Nacht zu Freitag zunächst einen Autoreifen vor dem Mehrfamilienhaus im Hamburger Stadtteil Altona angezündet und danach mit schwarzer Farbe gefüllte Marmeladengläser gegen die Hauswand geworfen. Die Täter seien anschließend geflüchtet. Der SPD-Politiker selbst war zum Tatzeitpunkt nicht in seiner Wohnung.

Marmeladengläser gegen die Hauswand geworfen

Möglicherweise wollten die Täter auch die Scheiben des Gebäudes einwerfen, da lose Pflastersteine gefunden wurden. Ein Großaufgebot der Polizei suchte nach den Tätern, die aber unerkannt entkamen.

Scholz ist zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim G20-Gipfel in Argentinien. Nach der Flugzeugpanne am Donnerstagabend reisten die beiden am Freitag mit einer kleinen Delegation von Madrid aus mit einer Linienmaschine nach Buenos Aires.

Vor rund einer Woche hatte schon ein Einbruch in einem Potsdamer Mehrfamilienhaus für Schlagzeilen gesorgt, in dem der Vizekanzler auch lebt. Diese Tat ereignete sich nach Polizeiangaben am 23. November. Unbekannte öffneten gewaltsam die Tür einer Wohnung und erbeuteten EC-Karten und Wertgegenstände. Das Haus wird von Polizisten bewacht. Die Wohnung von Scholz war nicht betroffen. (dpa)

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