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Tsai Ing-wen, Präsidentin von Taiwan, warnt vor der Bedrohung durch China.
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Tsai Ing-wen, Präsidentin von Taiwan, warnt vor der Bedrohung durch China.

Krise spitzt sich zu

Taiwan bekommt Unterstützung von den USA - Bedrohung durch China „nimmt jeden Tag zu“

China betrachtet Taiwan als Teil der Volksrepublik, doch das Land wehrt sich gegen die Vereinnahmung. Der Konflikt droht zu eskalieren.

Washington/Taipeh - Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen sieht im Konflikt mit China eine stetig wachsende Gefahr für ihr Land. Die Bedrohung durch China „nimmt jeden Tag zu“, sagte Tsai in einem am Mittwoch (27.10.2021) ausgestrahlten Interview des US-Senders CNN. Doch die USA werde Taiwan im Falle eines chinesischen Angriffs beistehen, darauf vertraue sie. Zugleich rief Tsai demokratische Partner in der Region dazu auf, die Inselrepublik zu unterstützen. „Wenn autoritäre Regime expansionistische Tendenzen zeigen, sollten sich demokratische Länder zusammentun, um ihnen entgegenzutreten. Taiwan steht an vorderster Front.“

In der vergangenen Woche hatte US-Präsident Joe Biden deutlicher als sein Vorgänger Donald Trump zugesagt, Taiwan im Falle eines Angriffs durch China zu verteidigen. Darauf reagierte China empört und warf den USA Einmischung in innere Angelegenheiten vor.

China betrachtet Taiwan als Teil der Volksrepublik

Tsai Ing-wen hingegen begründete ihr Vertrauen mit den langjährigen Beziehungen zu den USA, mit „der Unterstützung durch das amerikanische Volk, durch den Kongress und die Regierung“. Tsai bezeichnete Taiwan als „Leuchtturm“ der Demokratie in der Region. Die Bedrohung durch den „autoritären“ Nachbarn China wachse mit jedem Tag.

Tsai bestätigte auch erstmals, dass US-Militärs taiwanische Truppen auf der Insel ausbilden. Auf die Frage, wie viele US-Soldaten in Taiwan stationiert seien, antwortete Tsai: „Nicht so viele, wie die Leute denken.“ Taiwan arbeite in vielen Bereichen mit den USA zusammen, „um unsere Verteidigungsfähigkeit zu verbessern“, fügte sie hinzu.

USA will Taiwan gegen China unterstützen

Die kommunistische Führung in Peking betrachtet Taiwan als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. Die USA haben sich der Verteidigungsfähigkeit Taiwans verpflichtet, konkret bedeutet das Waffenlieferungen. Die Frage nach einem militärischen Beistand im Angriffsfall wurde von Joe Biden bewusst offengelassen, weil es von Peking als Verstoß gegen dessen „Ein-China-Doktrin“ gesehen würde. Mit dieser „strategischen Mehrdeutigkeit“ der USA sollte Peking im Unklaren belassen werden, was die USA im Kriegsfall tun würden. (ktho/dpa/afp)

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