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Taiwanesische Artilleriegeschütze bei einer Übung.
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Taiwanesische Artilleriegeschütze bei einer Übung. Das Verteidigungsministerium plant weitere Militärausgaben. (Archivfoto)

Nach Verletzung des Luftraums

„Düstere Lage“ in Taiwan – Invasion durch China befürchtet

  • VonMax Schäfer
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Nachdem Kampfflugzeuge aus China mehrmals in den Luftraum Taiwans eingedrungen sind, wächst auf der Insel die Angst vor einer chinesischen Invasion.

Taipeh – In Taiwan wächst die Angst vor einer chinesischen Invasion. Seit dem chinesischen Nationalfeiertag am Freitag (1.10.2021) drangen ungefähr 150 chinesische Kampfflugzeuge in den Verteidigungsraum Taiwans ein. Verteidigungsminister Chiu Kuo Cheng bezeichnete die fortwährende Verletzung des Luftraums der asiatischen Inselnation als die „düsterste Lage“ im Dauerkonflikt mit der Volksrepublik China. Eine kleine Unachtsamkeit oder Fehlkalkulation könne bereits eine Krise auslösen.

China könne 2025 einen großangelegten Angriff auf die Insel starten, sagte Taiwans Verteidigungsminister Chiu Kuo Cheng am Mittwoch (6.10.2021) im Parlament. China sei bereits jetzt zu einem Angriff in der Lage, müsse aber „die Kosten und den gewünschten Ausgang kalkulieren, weshalb das Land nicht einfach einen Krieg anzetteln würde. Ab 2025 würden sie die Kosten auf ein Minimum reduzieren, sagte Taiwans Verteidigungsminister.

Taiwan befürchtet Invasion durch China und rüstet auf

Chiu Kuo Cheng äußerte seine Warnung vor einer möglichen Invasion, während das taiwanesische Parlament über einen Sonderverteidigungshaushalt in Höhe von 8,6 Milliarden US-Dollar beriet. Zwei Drittel davon sollen in Anti-Schiffs-Waffen wie landgestützte Raketensysteme investiert werden, berichtet die britische Zeitung The Guardian. In der Präambel des Vorschlags stellte das taiwanesische Verteidigungsministerium fest, China erhöhe seine Militärausgaben und investiere besonders in Amphibienfahrzeuge und Kampfflugzeuge. Die militärischen Bedrohungen und Provokationen seien stärker als je zuvor. Die Chance sei hoch, dass die Krise schnell eskaliere, so das Verteidigungsministerium Taiwans.

Taiwan ist dem chinesischen Militär unterlegen und konzentriert sich daher auf asymmetrische Verteidigungssysteme, die eine Bodeninvasion verhindern sollen. Außerdem bemüht sich der Staat um nachrichtendienstliche Kooperationen mit anderen Staaten, darunter die Australien, Japan und die USA.

Taiwan: Biden berichtet von Gesprächen mit chinesischem Präsidenten Xi

Am Mittwoch (6.10.2021) erklärte US-Präsident Joe Biden, er habe mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping gesprochen und sie hätten sich darauf verständigt, das „Taiwan-Abkommen“ einzuhalten. Es ist jedoch unklar, auf welches Abkommen sich Biden bezog. Die USA fahren eine „Ein-China-Politik“, wonach sie offiziell die Volksrepublik China mit Regierung in Peking anerkennen, Taiwan jedoch nicht. Joe Biden könnte sich jedoch auch auf ein vorheriges Gespräch mit Präsident Xi beziehen, vermutet Jessica Drun vom Thinktank Project 49, das auf asiatische Politik fokussiert ist.

Im August 2021 sicherte Joe Biden Taiwan militärischen Beistand im Falle eines chinesischen Angriffs zu. Ein Sprecher des Weißen Hauses relativierte die Äußerung jedoch. (Max Schäfer)

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