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Geflüchtete Kinder stehen in einem Flüchtlingslager nordwestlich von Aleppo (Syrien).
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Geflüchtete Kinder stehen in einem Flüchtlingslager nordwestlich von Aleppo (Syrien).

Krisenmanagement

Ende der UN-Hilfe in Syrien? Millionen Menschen bedroht

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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Die UN-Hilfe für Syrien steh vor dem Aus. Russland will die Grenzen gesichert sehen, was einen Einfluss auf das Leben für vier Millionen Menschen hat.

Istanbul – Der EU-Kommissar für Krisenmanagement hat vor einem möglichen Aus der UN-Hilfe für Millionen Syrer:innen gewarnt. Hintergrund ist ein Streit im UN-Sicherheitsrat über die Offenhaltung eines Grenzübergangs für Hilfslieferungen und den Einfluss der syrischen Führung auf deren Verteilung. „Eine Nicht-Erneuerung dieser Lebensader über Bab al-Hawa würde enorm dramatische Konsequenzen haben für Millionen von Menschen“, sagte Janez Lenarcic am Donnerstag im türkischen und nahe der syrischen Grenze gelegenen Ort Reyhanli. „Dieser Übergang muss erhalten bleiben“, betonte er.

Der Kreml unter Putin unterstützt die Grenzschließung

Bab al-Hawa ist ein Grenzübergang im Nordwesten Syriens, über den täglich große Mengen Hilfslieferungen von der Türkei in das Bürgerkriegsland gelangen. Im Jahr 2014 wurde die UN-Mission ins Leben gerufen, am 10. Juli soll sie auslaufen.

Eine Verlängerung im Sicherheitsrat droht am Veto Russlands zu scheitern. Drei weitere Grenzübergänge wurden bereits auf Betreiben der russischen Führung geschlossen. Moskau argumentiert, die Lieferungen könnten auch über die syrische Hauptstadt Damaskus in Rebellengebiete gelangen. Viele Fachleute lehnen diesen Vorschlag ab. Die Kontrolle über einen bedeutenden Teil der Hilfe würde die Position von Präsident Baschar al-Assad gegenüber politischen Gegnern deutlich stärken.

Syrer:innen leben in katastrophalen Verhältnissen

Rund vier Millionen Syrer:innen leben nach UN-Schätzungen im Nordwesten Syriens. Die meisten sind Vertriebene, die in Lagern, halb fertigen Häusern und ähnlichen ärmlichen Unterkünften leben. Sie sind fast alle auf humanitäre Hilfe angewiesen, nicht zuletzt auf die der Vereinten Nationen. Allein 1,3 Millionen Menschen erhalten Lebensmittel durch das Welternährungsprogramm. (ktho/dpa)

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