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Israelische Soldaten beobachten am Sonntag die Grenze zu Syrien: Immer noch herrscht erhöhte Alarmbereitschaft.

Panzer auf Golan-Höhen

Syrien provoziert Israel

Israel wird in den Syrien-Konflikt hineingezogen: Laut der Armee sind syrische Panzer auf die demilitarisierten Golan-Höhen vorgedrungen. Israel droht - und beschwert sich bei den Vereinten Nationen.

Drei syrische Kampfpanzer sind nach israelischen Angaben auf den Golan-Höhen in die demilitarisierte Zone zwischen beiden Ländern eingedrungen. Eine israelische Armeesprecherin sagte am Sonntag, es befänden sich weiter Panzer in der Region.

Die Panzer hätten offensichtlich im Kampf mit syrischen Rebellen das Feuer eröffnet, hieß es am Samstag vonseiten der Armee. Die israelischen Streitkräfte auf dem Golan seien in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.

Der israelische Generalstabschef Benny Ganz sagte am Sonntag bei einem Besuch auf den 1967 eroberten Golanhöhen, die Lage in dem Nachbarland sei "eine syrische Angelegenheit, die aber auch unsere Angelegenheit werden könnte". Es ist eine kaum verhohlene Drohung.

Israel beschwert sich bei UN

Israel legte nach dem Vorfall Beschwerde bei den Vereinten Nationen gegen die Verletzung des Waffenstillstandsabkommens von 1974 ein. Israel und Syrien hatten ein Jahr nach dem Jom-Kippur-Krieg von 1973 die Einrichtung einer Pufferzone unter UN-Kontrolle vereinbart. Dort dürfen sich nur UN-Beobachtertruppen aufhalten.

Die regierungsnahe syrische Tageszeitung "Al-Watan" schrieb am Sonntag, die syrische Armee habe eine "Säuberungsaktion" gegen Milizionäre der Rebellen begonnen. Diese hätten Dörfer in der demilitarisierten Zone auf den Golanhöhen infiltriert. (dpa/jon)

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