Syrien

Russische Luftangriffe in Syrien nahe Grenze zur Türkei: Viele Tote und Verletzte

In Syrien gibt es bei Luftangriffen offenbar viele Tote. Russlands Kampfjets greifen Rebellen nahe der türkischen Grenze an.

  • Syrien kommt nicht zur Ruhe: Luftangriffe zielten auf islamistische Miliz nahe der Türkei.
  • Russland unterstützt mit Angriffen die syrische Regierung von Assad. Die islamistische Miliz ist Verbündete der Türkei.
  • Syriens Diktator Assad werden zahlreiche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.

Am Montag (26.10.2020) sollen bei russischen Luftangriffen im Nordwesten Syriens mehr als 30 mit der Türkei verbündete Rebellen getötet worden sein. Dies berichteten Aktivist:innen. Mehr als 70 weitere seien bei den Bombardements auf ein Militärlager in der Provinz Idlib verletzt worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag (26.10.2020) weiter mit. Die meisten der Verwundeten sollen in Lebensgefahr schweben. Auch soll die Suche nach Verletzten noch anhalten, hieß es. Am Himmel seien weiterhin russische Kampfflugzeuge zu sehen.

Luftangriffe aus Russland: Angriffe galten islamischer Miliz in Syrien

Nach Angaben der Menschenrechtsaktivist:innen griffen russische Jets die islamistische Miliz Failak al-Scham an, die mit der Türkei verbündet ist. In dem Militärlager in der Nähe des Ortes Harim unweit der Grenze zu der Türkei würden Kämpfer der Miliz ausgebildet werden. In den kommenden Tagen hätten mehrere ihr Training demnach abschließen sollen.

Bei Luftangriffen in Idlib sollen mehrere Menschen getötet worden sein. (Symbolbild)

Syrien: Russland unterstützt Assads Regierungstruppen

Syrische Regierungstruppen hatten im Frühjahr 2019 mit russischer Unterstützung eine Offensive begonnen, um die letzte Rebellenhochburg Idlib und umliegende Gebiete zurückzuerobern. Seit Anfang 2019 wurden 1,4 Millionen Menschen durch die Kämpfe in Idlib vertrieben. Russland und der syrischen Regierung von Präsident Baschar al-Assad wurde mehrfach vorgeworfen, gezielt auch zivile Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser anzugreifen. (dpa)

Rubriklistenbild: © Anas Alkharboutli

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