Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Das israelische Frachtschiff Helios Rey, das unter bahamischer Flagge fährt, liegt derzeit im Hafen von Dubai.
+
Das israelische Frachtschiff Helios Rey, das unter bahamischer Flagge fährt, liegt derzeit im Hafen von Dubai.

Naher Osten

Explosion auf Frachtschiff aus Israel: Iran wehrt sich gegen Netanjahus Vorwürfe

  • Friederike Meier
    vonFriederike Meier
    schließen
  • Marvin Ziegele
    Marvin Ziegele
    schließen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beschuldigt den Iran, ein israelisches Frachtschiff im Golf von Oman angegriffen zu haben. Der Iran weist die Vorwürfe zurück.

  • Israel greift regelmäßig Ziele im Bürgerkriegsland Syrien an.
  • Der Iran hat Vorwürfe Israels zurückgewiesen, ein israelisches Frachtschiff angegriffen zu haben.
  • Nun wurden mehrere Raketen auf Ziele nahe Damaskus abgefeuert.

Update vom 02.03.2021, 12:25 Uhr: Am Montag hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Iran für einen Angriff auf ein israelisches Frachtschiff verantwortlich gemacht. Auf dem Frachtschiff „Helios Ray“ war am Donnerstag auf Höhe des Sultanats von Oman es zu einer Explosion gekommen. Das Schiff gehört einer israelischen Firma, fährt unter der Flagge der Bahamas und war auf dem Weg von Saudi-Arabien nach Singapur.

Benjamin Netanjahu sagte dazu: „Es geht auf das Konto des Irans, das ist klar“, sagte er dem öffentlich-rechtlichen Sender Kan. Der Iran sei „der größte Feind Israels“ und er sei entschlossen, diesen zu „stoppen“. Netanjahu nannte allerdings keine Beweise für seine Vorwürfe.

Wie der Nachrichtensender Al Jazeera berichtet, wies das iranische Außenministerium die Vorwürfe „entschieden zurück“. „Der Quelle dieser Behauptungen selbst fehlt es am meisten an Glaubwürdigkeit“, sagte Saeed Khatibzadeh, ein Sprecher des Außenministeriums, in einer Pressekonferenz in Teheran. Er erklärte, der Iran betrachte die jüngsten israelischen Aktionen in der Region als „verdächtig“ und behalte sich das Recht vor, entschlossen zu reagieren. Anschließend wiederholte er die Aussage Irans, dass es niemals Atomwaffen angestrebt habe und niemals anstreben werde.

Rauch steigt über Damaskus nach einem Raketenangriff aus Israel auf.

Raketenbeschuss in Syrien: Israel feuert auf iranische Truppen

Erstmeldung vom 01.03.2021, 15:23 Uhr: Damaskus – Syrien beschuldigt Israel, Ziele auf syrischem Territorium mit Raketen beschossen zu haben. Die Luftabwehr in Syrien hat nach Angaben der Regierung unter Machthaber Baschar al-Assad mehrere Raketen Israels nahe Damaskus abgefangen und einige davon abgeschossen. Israel habe von den Golanhöhen aus am Sonntagabend im Raum der syrischen Hauptstadt angegriffen, berichtete die Staatsagentur Sana. 

Syrien: Luftabwehr zerstört Raketen aus Israel

Dazu veröffentlichte Sana mehrere Fotos und Videos, die zeigen sollen, wie die Luftabwehr die Raketen abschießt. Explosionen waren auf den Bildern aber zunächst nicht zu sehen, nur leuchtende Punkte der Abwehrraketen am Nachthimmel. Berichte über Opfer oder Schäden gab es zunächst nicht. Von israelischer Seite gab es zunächst keinen Kommentar.

Syrien
HauptstadtDamaskus
AmtsspracheArabisch
Staatsformsemipräsidentielle Republik mit Einparteiensystem
StaatsoberhauptPräsident Baschar al-Assad
Einwohner20.960.588 (mehr als 5 Mio. ins Ausland geflüchtet)

Israel greift regelmäßig Ziele in Syrien an. Diese Angriffe richten sich häufig gegen pro-iranische Milizen. Israel will in dem benachbarten Bürgerkriegsland den militärischen Einfluss des Irans zurückdrängen, der mit der Regierung in Damaskus verbündet ist. Teheran sieht in Israel einen Erzfeind. Die syrische Regierung unter Baschar al-Assad hat nie öffentlich zugegeben, dass iranische Milizen auf syrischem Hoheitsgebiet operieren. Auch die USA, der wichtigste Verbündete Israel, griffen kürzlich auf Befehl von Joe Biden Ziele in Syrien an.

Syrien: „Beinahe wöchentlich“ Maßnahmen gegen den Iran

Erst am vergangenen Freitag (26.02.2021) sagte der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz laut Informationen des Nachrichtenportals „Al Jazeera“, dass „beinahe wöchentlich“ Maßnahmen ergriffen werden, um den iranischen Einfluss aus Syrien fernzuhalten. Im Jahr 2020 seien mehr als 500 Ziele angegriffen worden, so der israelische Stabschef Aviv Kochavi.

Israel vermutet den Iran auch hinter der Explosion auf dem Frachtschiff einer israelischen Firma im Golf von Oman vor wenigen Tagen. Dabei war es auf der „Helios Ray“ zu einer Explosion gekommen, die unter Flagge der Bahamas fährt und auf dem Weg von Saudi-Arabien nach Singapur unterwegs war. Diese Einschätzung müsse aber „weiter geprüft“ werden, hatte der israelische Verteidigungsminister am Samstagabend gesagt. (Marvin Ziegele mit dpa, Friederike Meier mit afp)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare