US-Demokraten

Ein Superdelegierter für Obama

Der Gouverneur von New Mexico stellt sich hinter den Clinton-Rivalen.

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama hat im Rennen um die Kandidatur für das Weiße Haus wichtige Unterstützung erhalten. Der Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, stellte sich als einer der sogenannten Superdelegierten hinter Obama und würdigte ihn als einmalige Führungspersönlichkeit. Obama könne das Land einen und die Amerikaner dazu inspirieren, in einem Geist der Versöhnung den "drängenden Herausforderungen zuhause und im Ausland entgegenzutreten", erklärte Richardson am Freitag. Er würdigte Clinton zwar als "ausgezeichnete Führerin mit umfassender Erfahrung". Obama werde jedoch "ein historischer und großartiger Präsident sein", der den USA den dringend notwendigen Wechsel bringen könne.

Obama und Clinton hatten Richardson massiv umworben. Der ehemalige US-Botschafter bei den Vereinten Nationen und Energieminister unter Bill Clinton ist ein Hispanic. Die Präsidentschaftsbewerber hoffen, dass der Gouverneur Wähler aus dem spanisch-lateinamerikanischen Kulturkreis, die inzwischen größte Minderheit in den USA, anziehen wird.

Die beiden Senatoren Clinton und Obama liefern sich seit Monaten ein erbittertes Rennen um die Kandidatur ihrer Partei. Obama liegt nach Delegiertenstimmen vorne. In Umfragen konnte sich Clinton jedoch zuletzt klar von Obama absetzen. Im direkten Duell mit John McCain, der als Kandidat der Republikaner bereits feststeht, liegt sie allerdings zurück. Am 22. April findet die nächste große Abstimmung statt, die endgültige Entscheidung zwischen Obama und Clinton dürfte jedoch erst auf dem Parteitag im Sommer fallen.

Für Unruhe sorgte ein Vorfall im US-Außenministerium: Angestellte der Behörde nahmen unerlaubt Einblick in die Reisepassdaten von Obama. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers handelte es sich dabei um drei externe Mitarbeiter, die unüberlegt und aus reiner Neugier gehandelt hätten. Ein Sprecher Obamas nannte dies eine empörende Verletzung der Privatsphäre. US-Außenministerin Condoleezza Rice entschuldigte sich am Freitag bei dem Senator aus Illinois: "Ich habe ihm gesagt, dass es mir Leid tut". Eine Untersuchung solle klären, wie es zu dem Vorfall kommen konnte, sagte die Ministerin. ap/rtr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion