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Südkorea feuert Warnschüsse auf Schiff aus Nordkorea

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Von: Samira Müller

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Südkorea beschlagnahmt ein nordkoreanisches Boot mit einer siebenköpfigen Crew und gibt Warnschüsse ab.

Seoul - Bei einem Zwischenfall auf See wurde ein nordkoreanisches Boot von Südkorea beschlagnahmt. Sieben Besatzungsmitglieder wurden zudem festgenommen, wie AFP berichtet.

Daraufhin wollte ein Patrouillenboot aus Nordkorea* eingreifen. Südkorea habe dann Warnschüsse abgefeuert, wie ein Vertreter des südkoreanischen Verteidigungsministeriums am Mittwoch (09.03.2022) mitteilte. Der Zwischenfall habe sich am Dienstagmorgen (08.03.2022), einen Tag vor der Präsidentenwahl in Südkorea*, ereignet.

Südkorea beschlagnahmt Schiff aus Nordkorea und feuert Warnschüsse ab

Wie der südkoreanische Ministeriumsvertreter weiter erklärte, habe das nordkoreanische Patrouillenboot die De-facto-Seegrenze vor der Westküste der koreanischen Halbinsel überquert, als es das andere nordkoreanische Schiff verfolgt habe. Als dann ein Warnschuss abgegeben worden sei, habe das Patrouillenschiff Richtung Norden abgedreht.

Mehrere Marineschiffe auf dem Meer.
Südkorea feuert Warnschüsse auf ein Schiff aus Nordkorea ab und beschlagnahmt es (Symbolfoto). © Wong Maye-E/dpa

Die südkoreanischen Behörden haben die sieben Besatzungsmitglieder des beschlagnahmten Schiffes befragt. Auf ihrem Boot hätten sich nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP keine Waffen befunden.

Südkorea feuert Warnschüsse auf Schiff aus Nordkorea: Sieben Besatzungsmitglieder werden festgenommen

Die Crew-Mitglieder hätten ausgesagt, dass sie wegen eines Navigationsfehlers die Seegrenze überquert hätten, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet. Sie hätten „ausdrücklich eine Rückkehr“ nach Norden gefordert. Dies wollte der Vertreter des südkoreanischen Verteidigungsministeriums nicht bestätigen.

Ein Patrouillenboot, das die De-facto-Seegrenze zwischen beiden Ländern überquere, habe „unweigerlich eine politische Dimension, weil es am Vortag der südkoreanischen Präsidentenwahl passiert ist“, sagte Leif-Eric Easley, Professor an der Ewha-Universität in Seoul. (smü/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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