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Omikron soll laut einer Studie aus Südafrika weniger schwere Verläufe verursachen. Könnte das am niedrigen Bevölkerungsalter liegen?
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Omikron soll laut einer Studie aus Südafrika weniger schwere Verläufe verursachen. Könnte das am niedrigen Bevölkerungsalter liegen?

Omikron

Südafrika: Frohe Botschaft mit Vorbehalt

  • Johannes Dieterich
    VonJohannes Dieterich
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Eine südafrikanische Studie zu Omikron deutet auf mildere Verläufe hin – doch die Autorinnen und Autoren sehen einen Haken: die im Vergleich zu Europa viel jüngere Bevölkerung am Kap.

Zu Weihnachten wartet Südafrika mit einer frohen Botschaft auf. Einer jetzt veröffentlichten Studie zufolge landen Infizierte, die mit der jüngsten Covid-Variante Omikron angesteckt wurden, sehr viel weniger häufig im Krankenhaus als Patient:innen, die eine der vorigen Versionen des Erregers in sich tragen – die Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs ist demnach nur ein Fünftel so groß.

Gleichzeitig fiel der Prozentsatz der in den vergangenen zwei Monaten hospitalisierten Menschen, die der Infektion mit der Omikron-Variante schließlich erlagen, auf gut fünf Prozent – bei den vorigen Varianten lag dieser Anteil noch bei fast zwanzig Prozent. „Unsere Daten legen nahe, dass sich Omikron deutlich milder verhält“, fasst Cheryl Cohen, eine der Autorinnen der Studie, vom südafrikanischen Institut für Ansteckungskrankheiten (NICD) zusammen.

Ihre frohe Botschaft versehen die Wissenschaftler:innen allerdings mit einem Vorbehalt. Möglicherweise seien Südafrikas Zahlen nicht repräsentativ, weil die Bevölkerung am Kap der Guten Hoffnung relativ jung (im Durchschnitt 27,6 Jahre alt) ist gegenüber den wesentlich älteren Europäer:innen (in Deutschland 45,7 Jahre). Außerdem gehen Fachleute davon aus, dass bis zu 70 Prozent der Menschen in Südafrika bereits vom Corona-Virus angesteckt worden sind und deshalb eine gewisse Immunität genießen – in Deutschland rechnet man mit rund zehn Prozent. Am Donnerstag meldete das Robert-Koch-Institut den ersten Todesfall eines deutschen Omikron-Patienten.

Unterdessen geht die vierte Pandemiewelle in Südafrika zurück: Sie ebbe fast genauso schnell ab, wie sie vor vier Wochen in die Höhe geschnellt sei, kommentierte der führende Epidemiologe des Landes, Salim Abdool Karim. Während im Zentrum des Sturms, der Gauteng-Provinz, die täglichen Ansteckungen Mitte November noch unter hundert lagen und bis Anfang Dezember auf über 10 000 anstiegen, gingen sie inzwischen auf rund 5000 zurück. Auch in drei angrenzenden Provinzen ist die Spitze der Welle gebrochen.

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