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Die beiden Minister der Wiedervereinigung sollen das Gipfeltr Cho Myoung-gyon (l.) aus dem Süden trifft auf seinen Kollegen Ri Son Gwon aus dem Norden.

Nordkorea

Süd- und Nordkorea bereiten Gipfeltreffen vor

Am 27. April wollen sich Vertreter von Nord- und Südkorea treffen, um den Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms zu besprechen. Kim Jong Un dürfte vor allem am Erhalt seiner Dynastie interessiert sein.

Vertreter Süd- und Nordkoreas planen ein Gipfeltreffen zwischen Südkoreas Präsident Moon Jae In und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un am 27. April. Das Gipfeltreffen soll demnach ebenfalls in der Demilitarisierten Zone stattfinden.

Moon will dann die Verbesserung der bilateralen Beziehungen und Schritte zum Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms zur Sprache bringen.

Die „Denuklearisierung“ sei das wichtigste Thema, das auch bei den Vorbereitungen im Vordergrund stehe, sagte Südkoreas Vereinigungsminister und Delegationsleiter Cho Myoung Gyon vor Journalisten.

Kim Jong Un hatte nach Berichten chinesischer Medien bei einem überraschenden Besuch in Peking Anfang dieser Woche seinen Willen zur atomaren Abrüstung bekräftigt. Nach Angaben Südkoreas will sich Nordkoreas Machthaber spätestens bis Ende Mai auch mit US-Präsident Donald Trump treffen. US-Medien spekulieren bereits über die Inhalte des Gesprächs. Die New York Times geht davon aus, dass der nordkoreanische Machthaber vor allem eines im Sinn hat: „Kim will Garantien für das Überleben seiner Dynastie und die USA davon abhalten, einen Regimewechsel herbeizuführen. Die entscheidende Frage wird sein, unter welchen Bedingungen Kim sich sicher fühlen würde und ob er seine nuklearen Ambitionen dann tatsächlich aufgibt.“

Nordkorea schickte für die Vorgespräche drei Mitglieder des Komitees für die Friedliche Wiedervereinigung des Landes, darunter auch dessen Leiter Ri Son Gwon. Beide koreanischen Staaten hatten sich seit Anfang des Jahres nach einer Phase starker Spannungen wegen nordkoreanischer Raketen- und Bombentests wieder angenähert. Nordkorea schickte zweimal hohe Delegation zu den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im Februar. Danach vereinbarten beide Seiten ein Gipfeltreffen. (afp/dpa)

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