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Sturm auf US-Kapitol: Donald Trump Jr. spricht vor Untersuchungsausschuss

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Von: Julius Fastnacht

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Donald Trumps ältester Sohn gilt als wichtiger Mitstreiter seines Vaters. Im Untersuchungsausschuss zum Sturm aufs US-Kapitol verzichtet er überraschend auf sein Schweigerecht.

Washington D.C. – Der älteste Sohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hat Medienberichten aus den USA zufolge vor dem Untersuchungsausschuss zur Erstürmung des US-Kapitols gesprochen. Der Sender CNN berichtete am Mittwoch (4. Mai), dass Donald Trump Jr. den Ausschussmitgliedern am Dienstag etwa drei Stunden lang per Videoschalte Rede und Antwort stand. Demnach beantwortete er alle Fragen und machte überraschend nicht von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch.

Der Ausschuss des Repräsentantenhauses geht Vorwürfen nach, wonach Donald Trump die Erstürmung des US-Kapitols mit fünf Toten durch monatelange Falschbehauptungen angestachelt haben soll. Trump Jr. war ein wichtiger Mitstreiter seines Vaters im Wahlkampf 2020 – vor allem trat er beim Verbreiten von Trumps widerlegten Wahlbetrugs-Behauptungen in Erscheinung.

Sturm auf US-Kapitol: Trump Jr. wollte, dass sein Vater die Erstürmung verurteilt

Der Untersuchungsausschuss ist im Besitz von Nachrichten zwischen Trump Jr. und dem Stabschef des ehemaligen Präsidenten, Mark Meadows. Darin zeigte sich der Sohn während der Gewalt von Trump-Fans rund um das Kapitol am 6. Januar 2021 kritisch. Sein Vater solle „diese Scheiße so schnell wie möglich verurteilen“, hieß es im Chatverlauf.

Donald Trump Junior ist nicht der einzige aus Donald Trumps engstem Kreis, der vor dem U-Ausschuss zum Sturm aufs US-Kapitol aussagen muss.
Donald Trump Junior ist nicht der einzige aus Donald Trumps engstem Kreis, der vor dem U-Ausschuss zum Sturm aufs US-Kapitol aussagen muss. © Manish Swarup/AP/dpa

Anders verhielt er sich allerdings, als es darum ging, Trumps Wahlniederlage zu revidieren. Bereits kurz nach der verlorenen Wahl im November 2020 hatte Trump Jr. Meadows eine Nachricht mit einem Plan geschrieben, wie die Amtseinführung von Nachfolger Joe Biden noch verhindert werden könne.

Sturm auf US-Kapitol – Untersuchungsausschuss befragt Trumps engstes Umfeld

Der Ausschuss hat seit seiner Einsetzung vergangenen Juli bereits 900 Zeuginnen und Zeugen befragt und über 100.000 Dokumente begutachtet. Unter den Befragten sind auch mehrere Personen aus Trumps engstem Umfeld, wie dessen Tochter Ivanka, ihr Ehemann und hochrangiger Trump-Berater Jared Kushner sowie Kimberly Guilfoyle, die Lebensgefährtin von Trump Jr.

Trump und sein engster Kreis streiten alle Vorwürfe ab, viele führende Republikaner bezeichnen den Untersuchungsausschuss als „Hexenjagd“. (jf/AFP)

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