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TV-Runde vor der Wahl: Roland Hamm (Linke, l-r), Nils Schmid (SPD), Winfried Kretschmann (Grüne), der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU).
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TV-Runde vor der Wahl: Roland Hamm (Linke, l-r), Nils Schmid (SPD), Winfried Kretschmann (Grüne), der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU).

Baden-Württemberg

Stresstest für Wahlkämpfer

Bei der „Elefanten“-Runde in Stuttgart sind CDU und FDP um Schadensbegrenzung bemüht - Bundeswirtschaftsminister Brüderle hatte der Opposition kurz vor dem TV-Auftritt eine Steilvorlage geliefert. Der Applaus fällt am Ende dennoch gleichmäßig aus.

Von Gabriele Renz

Sie hätten es am Donnerstabend sicher gern leichter gehabt, die Wahlkämpfer von CDU und FDP, Stefan Mappus und Ulrich Goll. Gerade hatte die Nachricht die Runde gemacht, Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) habe sich vor dem Bundesverband der Deutschen Industrie verplappert und das Atom-Moratorium als Taktik vor den Landtagswahlen benannt. Auch CDU-Wahlkämpfer Stefan Mappus hatte am Abend zuvor im Live-Interview den Versprecher abgeliefert, er gehe mit „Schwarz-Grün in eine gute Zukunft“. Und das Umfrageinstitut Forsa sieht die CDU/FDP-Regierung schon abgewählt. Da kam es auch nicht mehr drauf an, dass die Gegner von Schwarz-Grün einen ausrangierten Wasserwerfer an die Einfahrt zum Fernsehstudio geschoben hatten.

Bemüht, sich den Stress nicht anmerken zu lassen, erschienen die Spitzenkandidaten zum TV-Auftritt. Auch die Linke durfte dabei sein, obwohl sie aktuell nicht im Landtag sitzt. Doch diese „Elefantenrunde“ bestritten jene Parteien, die die Chance haben auf den Einzug in den Stuttgarter Landtag. Das Atomthema hatte Vorrang. „Herr Brüderle spricht das aus, was Mappus denkt“, eröffnete SPD-Chef Nils Schmid. Der Grüne Winfried Kretschmann verwies auf den alten rot-grünen Atomkonsens – Ausstieg und Umstellung seien bis 2017 möglich.

Mappus und Goll verteidigten die Laufzeitverlängerung, pochten aber auf ein machbares „Gesamtkonzept“, das auch die Grünen zwinge, ihre Widerstände gegen Wasserkraft oder den Bau von Leitungsnetzen aufzugeben.

Beim Thema EnBW – das Unternehmen gehört seit Kurzem zur Hälfte dem Land Baden-Württemberg – gerieten Goll und Mappus in Defensive. Mappus habe „einen Atomkonzern gekauft, um mit Atomstrom Geld zu verdienen“, sagt Schmid. Nun, nach Japan, fehle das Konzept. Goll bat daraufhin fast kleinlaut, den Konzern „nicht schlecht zu reden“.

Beim Thema Stuttgart 21 gab es das altbekannte Pro und Kontra, das dereinst den Beginn des scharfen Lagerwahlkampfes markiert hatte. An der Stärke des Applauses, den die 200 Studiogäste des SWR spendeten, waren Zustimmung oder Ablehnung jedoch kaum ablesbar. Wenn man das Klatschen zum Maßstab macht, dann heißt es: Patt in Stuttgart.

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