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Der Streit um einen möglichen Übergang der Kanzlerschaft von Angela Merkel auf Annegret Kramp-Karrenbauer bringt die Koalition in Gefahr.

CDU

Streitthema Kanzlerfrage

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Die CDU ist empört über die Drohungen der SPD, im Fall eines Kanzlertauschs die Koalition vorzeitig zu verlassen.

Führende CDU-Politiker haben Warnungen aus der SPD vor einem Kanzlertausch durch die Union zurückgewiesen und den Sozialdemokraten vorgeworfen, ihrerseits auf ein vorzeitiges Ende der großen Koalition hinzuarbeiten. CDU-Vizechef Thomas Strobl sagte, die Frage eines Kanzlerwechsels stelle sich derzeit nicht. „Freilich hadert die SPD fortwährend mit ihrer Regierungsverantwortung.“ Ein Ausstieg der SPD aus der Koalition sei für die Union kein erschreckendes Szenario: „Reisende soll man übrigens ziehen lassen“.

Thüringens CDU-Chef Mike Mohring, Präsidiumsmitglied der Bundes-CDU, sagte, es gebe nur ein Szenario für einen Kanzlerwechsel: Der einzige Weg sei, „dass die SPD die Koalition verlässt, in die sie erst vor einem Jahr ‚aus Verantwortung für das Land‘ eingetreten ist“. Ausgeschlossen sei hingegen, dass sich die von SPD und Union gewählte Kanzlerin im Bundestag einer Vertrauensfrage stelle, um diese zu verlieren.

Zuvor hatten der Chef des konservativen Flügels der SPD, Seeheimer Kreis, erklärt, seine Partei würde einen Kanzlertausch von Angela Merkel zu Kramp-Karrenbauer nicht mitmachen. Juso-Chef Kevin Kühnert sagte, ein Rücktritt Merkels wäre „die Aufkündigung der Geschäftsgrundlage dieser Regierung. Wir könnten eine solche Machtübergabe definitiv nicht mitmachen.“

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