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Spenden

Rekordsumme für Stichwahl in Georgia – Demokraten gut aufgestellt

  • Ines Alberti
    vonInes Alberti
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In Georgia steht die Stichwahl kurz bevor. Die Demokraten konnten bereits eine Rekord beim Spendensammeln aufstellen.

  • Die Kandidat:innen für die Stichwahl in Georgia sammeln fleißig Spenden für die Kampagnen.
  • Dabei brechen vor allem die Demokraten Rekorde mit der Summe des gesammelten Geldes. Ein Detail überrascht besonders: Die Hälfte der Spenden besteht aus Spenden unter 200 US-Dollar.
  • Doch mehr Budget garantiert noch keinen Sieg im Kampf um die Senatssitze nach der US-Wahl 2020.

Washington D.C./Atlanta - Am 5. Januar 2021 entscheidet sich, wie sich die Machtverhältnisse im US-Senat nach der Präsidentschaftswahl verteilen werden. In einer Stichwahl treten zwei demokratische und zwei republikanische Kandidatinnen und Kandidaten im US-Bundesstaat Georgia gegeneinander an. Entweder behalten die Republikaner die Mehrheit, was es dem künftigen US-Präsidenten Joe Biden schwierig machen würde, Entscheidungen durchzusetzen, oder die Sitze sind gleich verteilt. Dann dürfte Kamala Harris als Vizepräsidentin ihre Stimme geben und etwa zugunsten ihrer Regierung entscheiden.

Bei der Stichwahl in Georgia steht also also sowohl für Demokraten als auch für Republikaner viel auf dem Spiel. Das führt zu offenbar neuen Rekorden, was das Spendensammeln für den Wahlkampf angeht - die demokratischen Kandidaten Jon Ossoff und Raphael Warnock haben die zuletzt höchste in einem Rennen um einen Senatssitz gesammelte Spendensumme beide haushoch übertroffen.

Die künftige US-Vizepräsidentin Kamala Harris spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung für die Demokraten im Bundesstaat Georgia.

Stichwahl in Georgia: Demokraten sammeln mehr Geld als Republikaner

In den vergangenen zwei Monaten konnte Warnock über 103 Millionen Dollar sammeln, Ossoff sogar fast 107 Millionen. Ihre republikanische Konkurrenz, David Perdue und Kelly Loeffler, schafften beide weniger als 70 Millionen. Dennoch haben sie der Zeitung „Tampa Bay Times“ zufolge einen finanziellen Vorteil gegenüber den demokratischen Kandidaten dank externer republikanischer Gruppen, die große Summen an Geld aufbringen können, die nicht durch Bundeskampagnengesetze eingeschränkt sind. Große Teile dieses Geldes von außen komme demnach von unbekannten Spendern.

Alle vier Kandidat:innen für die Stichwahl in Georgia haben viel Geld außerhalb des Bundesstaates gesammelt, dabei ist Kalifornien die größte Quelle. Auffällig ist dabei, dass die Demokraten etwa die Hälfte des Budgets aus kleinen Spenden unter 200 Dollar gewonnen haben, während für die Republikaner:innen mehr große Beträge gespendet wurden.

Vor der Stichwahl in Georgia: Viel Geld fließt in Werbung

Das gesammelte Geld wird derzeit in großen Teilen in Werbung in Georgia gesteckt - allein diese Woche flossen laut dem Unternehmen AdImpact, das Werbeausgaben verfolgt, mehr als 87 Millionen Dollar in Radio-, TV- und Onlinewerbung. Das ist mehr als die meisten Senatskampagnen in einem ganzen Jahr ausgeben, berichtet die „Tampa Bay Times“. Insgesamt wurden für beide Kampagnen laut AdImpact bereits 365 Millionen Dollar für Werbung ausgegeben, Anzeigen für weitere 110 Millionen seien schon gebucht.

Wahlbeteiligung bei Stichwahl in Georgia schon vor Wahl hoch

Bislang scheint das exzessive Werben für die Stimmabgabe bei der Stichwahl in Georgia Früchte zu tragen: Mehr als zwei Millionen Menschen hatten am 25. Dezember schon vorzeitig ihre Stimme abgegeben, wie das U.S. Elections Project verzeichnet. Damit haben 26,8 Prozent der Wahlberechtigten im Staat bereits abgestimmt. Die Wahlbeteiligung bei den sogenannten early voters ist dem Portal zufolge bislang vor allem bei Weißen und Schwarzen Menschen hoch und in den höheren Altersgruppen. Wie sie sich entschieden haben, wird sich aber erst am 5. Januar zeigen.

Dass die demokratischen Kandidaten Jon Ossoff und Raphael Warnock mehr Geld für die Kampagne der Stichwahl in Georgia eingetrieben haben, ist allerdings keine Garantie für einen Sieg - auch der Demokrat Jaime Harrison hatte vor der US-Wahl 2020 mehr Geld eingetrieben als sein republikanischer Gegenspieler Lindsey Graham - fast 58 Millionen Dollar, der vorherige Rekord. Doch schlussendlich konnte Graham seinen Sitz im US-Senat verteidigen. (Ines Alberti)

Rubriklistenbild: © Brynn Anderson/dpa

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