Trumps Ex-Berater Bannon.
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Trumps Ex-Berater Bannon.

Anklage

Steve Bannon will nicht schuldig sein

Trump-Berater unter Betrugsverdacht.

Der frühere Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, hat sich nach seiner Festnahme wegen Betrugsverdachts für nicht schuldig erklärt. Richter Stewart Aaron legte am Donnerstag in New York fest, dass Bannon gegen eine Kaution in Höhe von fünf Millionen Dollar zunächst freikommt. „Dieses ganze Fiasko soll Menschen, die die Mauer bauen wollen, davon abhalten“, sagte Trumps Ex-Berater Journalisten, als er das Gericht verließ.

Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft Bannon und drei weiteren Beschuldigten vor, Geld aus einer Onlinespendenaktion für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko abgezweigt zu haben. Die gemeinnützige Organisation namens „We Build the Wall“ („Wir bauen die Mauer“) habe mehr als 25 Millionen Dollar von „Hunderttausenden“ Spendern eingesammelt.

In der Anklageschrift hieß es, Bannon habe über eine andere gemeinnützige Organisation unter seiner Kontrolle mehr als eine Million Dollar aus den Einnahmen von „We Build the Wall“ erhalten. Davon habe er Hunderttausende Dollar für persönliche Ausgaben aufgewendet. Auch die anderen drei Beschuldigten hätten Hunderttausende Dollar aus den „We Build the Wall“-Spenden erhalten, „die sie jeweils auf eine Weise verwendeten, die mit den öffentlichen Darstellungen der Organisation unvereinbar ist“. Die Organisation hatte laut Staatsanwaltschaft damit geworben, dass die Mittel zu 100 Prozent dem Bau einer Mauer zugute kommen würden.

Donald Trump sprach von einem „traurigen Ereignis“, das überraschend sei. Der Präsident sagte im Weißen Haus: „Ich denke, dass es eine sehr schlechte Sache für Herrn Bannon ist.“ Er selber habe seit sehr langer Zeit überhaupt nichts mehr mit Bannon zu tun gehabt. Auch habe er das Projekt der Organisation nicht gutgeheißen. „Es klang mir nach Angeberei.“ Der Bau der Mauer sei eine Sache der Regierung, nicht von Privatpersonen.

Bannon gehört zu den einflussreichsten Stimmen der Ultra-konservativen. Der Mitgründer der erzkonservativen Internetplattform „Breitbart“ leitete zeitweise den ersten Wahlkampf Trumps und war der Chefstratege des Präsidenten.

Am Donnerstag war Bannon auf einer Jacht vor der Küste des Bundesstaats Connecticut festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, die Beschuldigten würden wegen Verschwörung zum Überweisungsbetrug und Verschwörung zur Geldwäsche angeklagt. Die beiden Punkte könnten eine Höchststrafe von jeweils 20 Jahren Haft nach sich ziehen. (dpa)

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