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Verlorene Gouverneurswahl: Trump-Anhängerin scheitert mit Wahlanfechtung in Arizona

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Von: Niklas Hecht

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Ein Gericht weist die Wahlanfechtung der republikanischen Gouverneurskandidatin und Trump-Anhängerin Kari Lake ab. Schon vor der Wahl hatte sie Zweifel am Ergebnis gesät.

Phoenix - Keine gute Woche für das Trump-Lager in den USA: Während der frühere US-Präsident Donald Trump auf die Veröffentlichung seiner Steuerunterlagen wartet und damit rechnen muss, dass seine politische Karriere aufgrund nicht gezahlter Steuern bald zu Ende ist, hat eine seiner glühendsten Anhängerin vor Gericht eine herbe Niederlage erlitten. Die unterlegene Kandidatin der Republikaner in Arizona, Kari Lake, scheiterte mit einer Anfechtung des Ergebnisses bei der Gouverneurswahl im US-Bundesstaat. Lake hatte die Wahl zur Gouverneurin im November gegen die Demokratin Katie Hobbs mit einem Rückstand von 17.117 Stimmen verloren.

Richter Peter Thompson bestätigte den Wahlsieg von Hobbs und erklärte, dass das Gericht keine „eindeutigen und überzeugenden Beweise für ein Fehlverhalten“ gefunden habe. Die frühere Fernsehmoderatorin Lake kündigte am Samstag (24. Dezember) auf Twitter an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Ihre Niederlage in Arizona habe dargelegt, dass Wahlen in den USA außerhalb der Gesetze stattfinden würden. Mit der Berufung wolle sie Ehrlichkeit und Vertrauen in Wahlergebnisse wiederherstellen. Die 53-Jährige verwies unter anderem auf Probleme mit Wahlautomaten im Verwaltungsbezirk Maricopa, wo sich am Wahltag Schlangen vor einigen Wahllokalen gebildet hatten. Diese Unterstellungen wurden von den örtlichen Behörden zurückgewiesen.

Die unterlegene republikanische Gouverneurskandidatin in Arizona, Kari Lake, ist mit einer Wahlanfechtung gescheitert.
Die unterlegene republikanische Gouverneurskandidatin in Arizona, Kari Lake, ist mit einer Wahlanfechtung gescheitert. © Ross D. Franklin/dpa

USA: Kari Lake scheitert mit Wahlanfechtung - weiterhin Chancen auf das Weiße Haus

Die Gouverneurswahl in Arizona stand aufgrund unbegründeter Behauptungen von Wahlmanipulationen bei der Präsidentschaftswahl 2020 unter intensiver Beobachtung. US-Präsident Joe Biden hatte damals im US-Bundesstaat mit 10.000 Stimmen Vorsprung vor Trump gewonnen. Lake hatte bereits vor der Wahl Zweifel daran gelassen, ob sie das Ergebnis der Gouverneurswahl anerkennen würde, wenn sie die Wahl nicht gewinnt. Die 53-Jährige habe nach eigenen Angaben „zu 100 Prozent“ an ihren Wahlsieg geglaubt. Trotz ihrer Wahlniederlage und der gescheiterten Wahlanfechtung werden Lake, im Gegensatz zu ihrem Vorbild Donald Trump, von Insidern und Medienexperten weiterhin Chancen im Rennen um das Weiße Haus eingeräumt. (nhe/dpa)

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