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Der früherer SPD-Chef Lafontaine bedauert, in welchem Zustand die SPD sei.

Absage

Stegner hält nichts von Parteifusion

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SPD reagiert auf Vorschlag von Oskar Lafontaine.

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner hält Ideen Oskar Lafontaines für eine Fusion von SPD und Linke für nicht aussichtsreich – und macht dafür Lafontaine selbst verantwortlich. „Dass solche Überlegungen auf absehbare Zeit wenig Aussicht auf Erfolg haben, liegt nicht zuletzt an Oskar selbst“, sagte er auf Anfrage. Stegner fügte hinzu: „Das ändert nichts daran, dass progressive Bündnisse diesseits der Union erstrebenswert sind.“ Dafür müssten alle betroffenen Parteien ihre politischen Hausaufgaben machen. „Das gilt in erster Linie für uns selbst, aber auch für Grüne und Linkspartei.“

Der ehemalige SPD-Chef und spätere Mitbegründer der Linkspartei, Oskar Lafontaine, hält eine Fusion beider Parteien für notwendig und vertritt diese Position in internen Gesprächen bereits seit Längerem. Das war dem Redaktionsnetzwerk Deutschland im Umfeld des 75-Jährigen bestätigt worden. Allerdings vermisst Lafontaine in beiden Parteien das Personal, das eine Fusion realisieren könnte.

Der Vorsitzende der Internationalen Kommission der Linken und langjährige Lafontaine-Vertraute Heinz Bierbaum hatte gesagt: „Er hat mit der Bewegung Aufstehen versucht, auf die Sozialdemokratie einzuwirken. Das hat nicht so geklappt, wie er sich das vorgestellt hat. Aber er wird an diesem Gedenken festhalten.“ Als früherer SPD-Chef bedauere Lafontaine, in welchem Zustand die SPD sei: „Deshalb liegen solche Überlegungen bei ihm sehr nahe.“

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