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Starrsinn im Quadrat

Kann sich die ganze Welt irren? Von den transatlantischen Freunden und den einschlägigen Kadern im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mal ganz zu

Von Dietmar Ostermann

Kann sich die ganze Welt irren? Von den transatlantischen Freunden und den einschlägigen Kadern im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mal ganz zu schweigen, raten dem US-Präsidenten inzwischen auch daheim so ziemlich alle politischen Lager zum Kurswechsel in Irak: der abwägende Demokrat Joseph Biden ebenso wie der kluge republikanische Internationalist Richard Lugar, der Freidenker und Irak-Falke John McCain und selbst die neokonservative Kriegsdrossel William Kristol. So oder so sehen sie Handlungsbedarf angesichts einer gefährlich verfahrenen Lage. Selbst Irak-Vizekönig Paul Bremer fordert nun offen mehr Geld.

George W. Bush aber kennt nur eins: Augen zu und durch. Unsere einzige Option ist der totale Sieg, verkündet der Präsident ausgerechnet an jenem Tag, an dem die Zahl der nach Kriegsende getöteten US-Soldaten die der Kriegstoten erstmals übersteigt. Bei den Vereinten Nationen, die er für "irrelevant" erklärt hat, will der Unilateralist Bush nicht ernsthaft um Hilfe bitten. Mehr eigene Truppen schicken kann er auch nicht, ohne dem US-Volk den Ernst der Lage eingestehen zu müssen.

Also wird erst mal weitergewurstelt. Mit dem Kriegsbefehl hatte Präsident Bush im März sein politisches Schicksal mit Irak verbunden. Jetzt knüpft er das Schicksal des "befreiten" Landes an sein eigenes.

Das ist nicht nur Starrsinn im Quadrat, sondern gemeingefährlich: Bush droht bei einem Scheitern nur die Abwahl, Irak eine neue Tragödie.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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