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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erinnern nahe der nordfranzösischen Stadt Compiègne an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.

Weltkriegsgedenken

Staatschefs gedenken Opfern des Ersten Weltkriegs

100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs empfängt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron etwa 60 Staats- und Regierungschefs in Paris. Macron will dabei ein Zeichen gegen den Nationalismus setzen.

Mit einer historischen Geste haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Samstag der Opfer des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren gedacht. Macron empfängt am heutigen Sonntag zum Ende des Ersten Weltkrieges etwa 60 Staats- und Regierungschefs in Paris. Höhepunkt des Treffens ist eine Gedenkfeier am Pariser Triumphbogen. Macron will ein Zeichen gegen den wieder erstarkenden Nationalismus setzen.

Zur großen Gedenkfeier zum Weltkriegsende haben sich Dutzende ausländische Staats- und Regierungschefs vor dem Triumphbogen versammelt. Zunächst stiegen sie am Sonntagvormittag bei Regenwetter auf der Prachtstraße Champs-Élysées aus Bussen und gingen zu zwei Tribünen mit einem Glasdach am Fuße des Triumphbogens. Bundeskanzlerin Angela Merkel lief neben dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Macron war dann neben seiner Frau Brigitte und Merkel platziert, daneben US-Präsident Donald Trump.

Merkel hatte sich am Samstag bei Macron für die Einladung nach Compiègne an die Stätte des Waffenstillstands von 1918 bedankt. Es sei das erste Mal seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland, dass ein Bundeskanzler mit dem französischen Präsidenten an diesem Ort gewesen sei, sagte sie am Samstagabend in Paris. Das sei eine „symbolische Geste“. „Insofern ist dieser Tag nicht nur Mahnung, sondern er ist auch Ansporn.

Angela Merkel eröffnet Friedensforum mit Rede

Macron und Merkel enthüllten am Samstag nahe Compiègne zwei Steintafeln, auf denen die Bedeutung der deutsch-französischen Aussöhnung im Dienste Europas und des Friedens betont wird. Heute seider Wille da, „alles zu tun, um eine friedlichere Ordnung auf der Welt zu schaffen“, sagte Merkel mit Blick auf ein Friedensforum, auf dem sie am Sonntag in Paris sprechen wird. Es sei dafür aber noch viel Arbeit zu leisten.

Mit einer Feier der Superlative erinnert Frankreich am Sonntag an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Staatspräsident Macron empfängt rund 60 Staats- und Regierungschefs in Paris. Erwartet werden Kanzlerin Angela Merkel, US-Präsident Donald Trump, der russische Präsident Wladimir Putin sowie der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan und zahlreiche weitere Staats- und Regierungschefs. 

Am Nachmittag wird Kanzlerin Merkel das Friedensforum, mit einer Rede eröffnen. Dort werden auch UN-Generalsekretär António Guterres und Macron sprechen. Macron wolle nach dem Weltkriegsgedenken ein Zeichen für die Gegenwart setzen und deutlich vor Nationalismus und Populismus warnen, hieß es aus dem Élyséepalast. Der 40-Jährige geht in Europa hart gegen den rechtskonservativen ungarischen Regierungschef Viktor Orban oder den italienischen Lega-Politiker und Innenminister Matteo Salvini vor. (dpa/afp)

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