Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Deutschland will 20 Millionen Dollar für Mali zur Verfügung stellen. Unter der Ausrüstung, die Deutschland Mali zur Verfügung stellt, sind Lastwagen, ein Feldlazarett und Splitterschutzwesten.
+
Deutschland will 20 Millionen Dollar für Mali zur Verfügung stellen. Unter der Ausrüstung, die Deutschland Mali zur Verfügung stellt, sind Lastwagen, ein Feldlazarett und Splitterschutzwesten.

Mali-Geberkonferenz

Staaten öffnen ihre Kassen für Mali

  • Thorsten Knuf
    VonThorsten Knuf
    schließen

Internationale Geber sagen mehr als 450 Millionen Dollar für die Befreiung Malis zu. Das Geld soll militärischen und zivilen Zwecken dienen. Deutschland ist mit 20 Millionen Dollar einer der größten Einzel-Geldgeber.

Die internationale Staatengemeinschaft will mit umfangreichen finanziellen Hilfen die Befreiung Malis unterstützen und die Not der Flüchtlinge lindern. Bei einer Geberkonferenz in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba kamen am Dienstag nach Angaben der Afrikanischen Union (AU) insgesamt 455,53 Millionen US-Dollar (338,6 Millionen Euro) zusammen.

Der AU-Kommissar für Frieden und Sicherheit, Ramtane Lamamra, sagte, das Geld solle für militärische und humanitäre Zwecke verwendet werden. Hinzu kämen große Beiträge an materieller Unterstützung wie militärische Ausrüstung und Ausbildung, die sich noch nicht genau beziffern ließen.

Deutschland trat bei der Konferenz in Addis Abeba als einer der größten Einzel-Geldgeber in Erscheinung. Es sagte 20 Millionen Dollar zu. Sie sollen in einen Uno-Fonds fließen und den malischen Streitkräften sowie der geplanten Militärmission der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas zugute kommen.

Drittes Flugzeug im Einsatz

Wie das Auswärtige Amt mitteilte, schließt der Beitrag auch Ausrüstungsgegenstände für die malische Armee ein. Den Angaben zufolge stellt Deutschland Lastkraftwagen, ein Feldlazarett, Splitterschutzwesten und Handsonden zur Verfügung. Zugleich teilte das Bundesverteidigungsministerium mit, dass ein drittes Transall-Flugzeug zum Transport der Ecowas-Truppen bereitgestellt werde. Den Angaben zufolge handelt es sich um eine Reservemaschine. Sie soll sicherstellen, dass tatsächlich immer zwei Flugzeuge einsatzbereit sind. Alle drei Maschinen werden auf einem französischen Stützpunkt in Dakar, der Hauptstadt des benachbarten Senegal, stationiert.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte in Berlin: „Mit unserer Hilfe tragen wir dazu bei, dass der Einsatz nun mehr und mehr ein afrikanisches Gesicht bekommt. Damit legen wir die Grundlage dafür, dass die islamistischen Extremisten in Mali besiegt werden können.“ Der Minister mahnte zugleich, dass trotz allen militärischen Engagements ein Verhandlungsprozess in Gang gebracht werden müsse. „Denn langfristig kann es nur eine politische Lösung geben.“ Die USA sagten bei der Mali-Geberkonferenz 96 Millionen Dollar zu und Frankreich 47 Millionen.

Voraussichtlich Mitte Februar werden die EU-Staaten den Operationsplan für die geplante Ausbildungsmission zugunsten der malischen Armee beschließen. Die Europäer wollen rund 200 Ausbilder nach Afrika entsenden, hinzu kommen noch einmal rund 250 Soldaten für Schutz und Logistik. Deutschland wird sich voraussichtlich mit 40 Ausbildern an der Mission beteiligen. Die EU-Mission könnte Anfang März beginnen. Bis dahin will die Bundesregierung für den deutschen Beitrag auch ein Mandat des Bundestags einholen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare