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Kirsten Lühmann.
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Kirsten Lühmann.

Abschied vom Bundestag

SPD-Politikerin Lühmann: „Die persönlichen Anfeindungen nehmen zu“

  • Peter Riesbeck
    VonPeter Riesbeck
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Die 57-jährige Verkehrspolitikerin Kirsten Lühmann (SPD) verlässt nach zwölf Jahren den Bundestag.

Nach zwölf Jahren scheidet die SPD-Abgeordnete Kirsten Lühmann, 57, im Herbst aus dem Bundestag aus. Sie wolle andere „ranlassen, mit neuen Themen“, sagt sie. Sie selbst hat zuletzt nicht nur die zeitliche Belastung der politischen Arbeit gespürt, mit steten Sechs-Tage-Wochen. Noch etwas macht Lühmann zu schaffen. Von ihrer Arbeit war die ehemalige Streifenpolizistin vieles an Pöbeleien gewohnt. Aber zuletzt sei die Aggressivität in der Gesellschaft bedenklich gestiegen. „Die persönlichen Anfeindungen gegenüber Politikern und Politikerinnen nehmen zu“, sagt Lühmann.

Lühmann hat sich in Berlin Demonstrant:innen im Gespräch gestellt, als diese zu Tausenden vor dem Bundestag gegen das Infektionsschutzgesetz mobil machten. Ihre Einschätzung: „Das ist ein gefährlicher Mix, der sich da zusammenbraut.“

In der Kommunalpolitik und in der Gewerkschaft ist die Streifenpolizistin schon zwei Jahrzehnte aktiv. „1989 kam meine erste Tochter zur Welt. Da habe ich gemerkt, du musst dich einbringen, wenn sich mit Blick auf Beruf und Erwerbstätigkeit von Eltern etwas ändern soll.“ Also engagiert sie sich zunächst in der Deutschen Polizeigewerkschaft und später in der SPD.

Im Landkreis Celle folgt Lühmann 2009 als Bundestagsabgeordnete auf den ehemaligen Verteidigungsminister Peter Struck.

Sie engagiert sich in der Verkehrspolitik und steigt im Bundestag zur verkehrspolitischen Sprecherin ihrer Fraktion auf.

Ihr größter Erfolg in der Politik? Lühmann nennt zuerst das Hafen-Hinterland-Projekt, ein Konzept, das den Güterverkehr an die Häfen in Hamburg und Bremerhaven anbinden soll. Die Bahn setzt auf Neubaustrecken und erntet viel Widerstand. Lühmann setzt auf Dialog mit den Leuten vor Ort und kämpft für eine Lösung, die vor allem bestehende Bahnlinien nutzt. Ein Milliarden-Projekt. „Das wird mich auch noch nach meinem Ausscheiden aus der Politik beschäftigen“, sagt Lühmann, die auch im Aufsichtsrat der Bahn sitzt. Fazit ihrer Zeit im Bundestag: „Politik braucht einen langen Atem.“

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