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Pedro Sanchez, geschäftsführender Ministerpräsident von Spanien, kündigt Neuwahlen an.

Regierungsbildung

Spanien: Sánchez ruft zu Neuwahl im November auf

Probleme mit der Regierungsbildung: Möglicherweise wird in Spanien im November erneut gewählt. 

Nachdem die Regierungsbildung in Spanien wohl erneut gescheitert ist, hat der geschäftsführende Ministerpräsident Pedro Sánchez zu einer erneuten Parlamentswahl und damit der vierten seit 2015 aufgerufen. Sánchez sagte am Dienstagabend im Fernsehen: "Es gibt keine Mehrheit im Parlament, die die Bildung einer Regierung erlaubt, also ist das Land nochmals zu einer Wiederholung der Wahl am 10. November aufgerufen."

Kein Regierungsauftrag durch König Felipe VI.  

In einem Tweet schrieb er, dass sich die Spanier bereits vier Mal klar geäußert und entschieden hätten, mit einer Regierung unter Führung seiner Sozialistischen Arbeiterpartei voranzukommen. "Wir werden Euch bitten, am 10. November noch deutlicher zu werden, damit es keine Blockaden mehr gibt."

Zuvor hatte König Felipe VI. am Dienstag nach zweitägigen Konsultationen mit den Chefs der im Parlament vertretenen Parteien entschieden, dass er weder Sánchez noch einem anderen Politiker einen Auftrag zur Regierungsbildung erteilen werde. Es gebe derzeit keinen Kandidaten, der im Parlament auf die nötige Unterstützung zählen könne, teilte das Königshaus mit. 

Die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) von Sánchez hatte die Wahl klar gewonnen, die absolute Mehrheit jedoch deutlich verpasst. Im Juni hatte der 47-Jährige von Felipe erstmals den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten, war aber im Juli bei zwei Parlamentsabstimmungen über seine Kandidatur gescheitert. 

Mögliche Neuwahlen am 10. November

Steht am 23. September bis Mitternacht keine Regierung, müssen die Spanier am 10. November wieder an die Urnen - so sieht es der Zeitplan laut Verfassung vor. Die Verhandlungen, vor allem mit dem wichtigen linksalternativen Bündnis Unidas Podemos, stocken seit Monaten. Beobachter glauben, dass Sánchez auf eine Neuwahl spekuliert und hofft, das Ergebnis von April noch zu verbessern. Jedoch dürften die Gespräche in den nächsten Tagen fortgesetzt werden - viele in Spanien hoffen noch auf eine Lösung der Blockade in letzter Minute. (dpa)

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